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Konzerte

Tagträumereien an der elbe

Tagtraum geben abschiedskonzerte. so traurig.
da müssen wir hin. nach hamburg.
Als völlig chaotisches paar ins auto gesetzt. keine wegbeschreibung, ein kaputtes auto und ne freundin mit nem eingeklemmten nerv.
kein wunder, dass nie jemand mit uns mitwill.
alle 60 km mussten wir anhalten. kühlerwasser nachfüllen.
und jedes mal einfach nur nebens auto gesetzt, die sonne genossen und glücklich gewesen.
" Das leben ist nur so gut, wie die summe aus gegenwart und gestern" Aber was interessiert uns die vergangenheit wenn wir auf dem weg nach hamburg sind.. nur die gegenwart zählte. und die war verdammt schön.
mit tempo knapp über 100, mit kribbeln im bauch, turbostaat im radio, die untergehende sonne im nacken, fuhren wir nach hamburg rein, Überall lichter, dämmerung. so toll.
direkt an der elbe geparkt und dann ins hafenklang.
Halt mich fest, halt mich bitte, bitte fest, ich brauch das jetzt...
Man hatte das gefühl, der raum war voller glücklicher menschen. ich zumindest war es. Ich bin. ja das stimmte. Ich schloss die Augen, und versank in den texten.
"Ich hab nie wirklich kapiert, was ich an meinem Leben und euch hab
gerade weiß ich beides, und so wie gerade hab ich mich noch nie gefühlt
ich hab noch nie soviel gespürt, ich hab noch nie soviel gespürt"
Sie sangen was ich gerade dachte.
Es war ein emoabend. so schön traurig. zwischen lächeln und weinen. vor glück.
sie spielten nur zu dritt. waren verdammt laut und sehr gut. es ist schade. allein schon wegen seiner stimme.
Aber wir waren da.
nach dem konzert an der elbe gesessen. Blick aufs andere ufer, ein astra getrunken. und kein wort gesprochen. nur nachgedacht.
so schön.
14.5.06 12:58


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Auf der bordsteinkante...

sassen wir beide. Gerade getrennt. Komisches gefühl. Aber wir mussten muff potter sehen. Auch wenn es bedeutete, dass wir versuchten uns für den abend zu verstehen.
Wir sassen also da. Ich das kribbeln im bauch wegen der vorfreude. Er das kribbeln im bauch weil er nervös war. Tolle vorzeichen. Wenigstens karten gabs noch an der abendkasse. Also schnellstmöglich rein. Denn dort gibt’s musik, denn dort braucht man sich nicht gezwungenermaßen zu unterhalten. Erstmal n bier und ne zigarette. Vorband angeschaut. Dann doch nach vorne.
emo, emo, emo. Überall. Zwischendurch ein bischen tanzen. Perfekter hintergrund für zwei soeben getrennte.
Anti-familia war opener. Bei schwester im rock hätt ich fast heulen können. So schön.
Auf der borsteinkante, weil wir schwäne waren, sitzen wir vorm molotow. Ein schauer lief über meinen rücken.
Es sollte nie aufhören. Sie sollten für immer spielen. Die gedanken an die eventuell lang werdene rückfahrt fast verdrängt.
Ein song über verloren gegangen liebe. Na toll, das passt ja.
Nicht nachdenken, nur mitschwimmen. Im strom der gedanken, der tollen texte.
Die „von wegen – Tour“ der zweite teil. Den ersten bereits im molotow gesehen. Lange nicht so heiss, aber trotzdem genauso gut wars in bremen.
4.5.06 12:37


Grosse Freiheit mit den murphys

Mein drittes konzert der dropkick murphys. Und noch lange nicht genug.
Zu meiner überraschung wesentlich weniger skins als sonst. Dafür umso mehr jüngere leute.
Um 15 uhr mit dem zug nach hamburg. Schien eine lange nacht zu werden. Auf der reeperbahn erstmal n astra. Klar. Freunde vor der großen freiheit 36 getroffen. Rein ins getümmel. Heiss wars schon zu anfang und voll.
Zu less than jake noch ein bischen weiter hinten gestanden. Mit 23 bekommt man langsam schwierigkeiten so viele bands an einem abend vorne durchzustehen. Das alter jaja...
Ltj waren toll.
Erste band vorher hatten wir bereits durch das astra-trinken verpasst. Die kneipe in der wir waren hieß elbschlosskeller. Alle waren schon voll und schliefen auf den bänken. Wir suchten uns einen kleinen platz, kuschelten uns alle eng zusammen und freuten uns auf den gemeinsamen abend.
Dann ging es los. Sprechchöre kündigten alles an. Die aufregung meinerseits wieder unbeschreibbar hoch. Ein bauchkribbeln was nicht auszuhalten war.
Lets go murphys.... lets go murphys.
Kommando Sonne-nmilch nach vorne. N kumpel zog mich durchs getümmel. Wir standen schräg rechts mitte. Dann gings los. Von rechts nach links. Rumgesprungen, verausgabt. Luftschnappend. Glücklich.
Ähnliche setlist wie in coesfeld.
Bei „wild rover „ (melodie wie „an der nordseeküste“) schunkelte die ganze menge arm in arm.
Und dann „kiss me, i`m shitfaced“ Kein halten mehr. Ab auf die bühne. Mit den murphys zusammen getanzt und gesungen. 2 lieder später „skinhead on the MTBA“ daraufhin stürmten alle die bühne. Ein großes gedrängel. Tanzen, springen, singen.
Lied aus. Aufatmen.
Es ist immer wieder toll. Und macht immer wieder spaß. Die dudelsäckeinsätze sind der hammer.
Nach dem konzert raus an die frische luft. Nassgeschwitzt. Kalt wars dann. Also erstmal auf kneipensuche über die reeperbahn. Ab ins molotow. Gemütliches sitzen bei astra auf der couch.
Von da aus in clochard. Clochard. Ein laden, zu dem man eigentlich nur den kopf schütteln kann. Ziemlich versiffte leute liegen auf den bänken. Eine kakerlake krabbelte über die hinweisschilder. Also definitiv nur aus der flasche trinken. Musik aus der juke-box. Das erinnerte ans eldo und ließ mir eben jenes als 3-sterne-kneipe vorkommen.
Eine schmalzbrot-für-umsonst-theke. Einmal in den topf geschaut. Raus hier. Auf die strasse gestolpert. Es ging mittlerweile gen morgen. Ein mexikaner musste es noch sein. Am elbschlosskeller vorbei rein in die villa kunterbunt. Ein scheinbar ziemlich betrunkener mann kam mir entgegen. Er ass ein zu dreiviertel abgepultes ei. Lecker. Ich setzte mich mit meinem kumpel an die theke. Ein anderer an einen tisch. Hinter ihm ein holzkreuz mit armfesseln. Neben mir einer der bekanntesten zuhälter hamburgs. An uns vorbei liefen transen. Gegenüber wurde man sich gerade über den preis für eine nacht einig. Schnell den eben noch unbedingt gewünschten mekikaner getrunken. Dann ins taxi. Einmal bahnhof und ein astra bitte. „astra is jetzt holsten“ sprach der taxifahrer und klärte uns im tiefsten hamburgerplatt über die brauereien auf.
Am bahnhof angekommen kaffee holen. Kumpel war auf und davon. Macht nichts. Der findet uns schon wieder. Ich bin dann erstmal spazieren gegangen. Toilette suchen. „können wir Ihnen behilflich sein?“ ich drehte mich um und schaute in die gesichter von zwei polizisten. „ähm, ich müsste mal auf die toilette“ „kein problem, kommen sie mit“. Rauf auf die wache.
Im betrunkenen zustand sehr komisches gefühl.
Auf dem weg zurück kam mir ein penner entgegen. Mit meinem kumpel im schlepptau „er wusste nicht mehr, wo das gleis ist, von dem ihr fahrt, ich dachte ich führe in mal zu euch“ lallte der penner. Dafür bekam er zigaretten und ein bischen geld.
Rein in den zug. Schlafen. Plötzlich ein aufruhr „strafe zahlen oder sofort aussteigen“. Ich wachte auf „?????“ „ticket ist nicht gültig.
Super.
3 stunden warten in buchholz bis 9:00 Uhr oder pro person 20,30. nagut. Letztes geld zusammen gekratzt um dann endlich um halb zehn morgens wieder im eigenen bett zu liegen.
Jedes mal bei den murphys. Immer und immer wieder.
In dublin portemonnaie weg, deutsche botschaft etc. in coesfeld gibt das auto den geist auf und in hamburg jetzt zahlen wir rund hundert euro mehr fürs ticket.
Wir habens ja.
4.5.06 12:36


Hamburg, 8 Grad, Regen...

... die welt steht still, und wir daneben.
Die welt stand still, in dieser zeit. Wir nicht. Kalt wars auch, draussen. Drinnen wars heiss. Und wie.
Um halb acht aufgemacht nach oldenburg ins cadillac.
Keine vorband. Nur rantanplan. Only ska, ska, ska, ska.
Nur kurze zeit hielt das stehen und das wippen mit den füßen sowie das kopfnicken.
Bei hamburg, 8 grad, regen, hielt mich nichts mehr. Ein bischen ska-tanzen. Aus dem bischen wurde mehr. Und mehr und mehr. Ich erinner mich an alles. Eine art von gefühlter betrunkenheit. Und das ohne alkohol. Im rausch durch den abend.
Ein lächeln die ganze zeit. Mit freunden getanzt. Mit fremden getanzt. Alle schienen glücklich. Ein breites lächlen lag in der luft. Die luft wurde immer dünner. Sauerstoffmangel setzte ein. Hochrote köpfe. Ende. Zugabe. Noch ein song, und noch ein song, und noch ein song.
Was hab ich das vermisst. Es schien nicht aufzuhören. Der schlagzeuger mit gipsbein. Aber was machte das schon.
Es war ein toller abend, ein tolles konzert.
Mit turbostaat im radio, zwei betrunkenen kumpels und dementpsrechend sinnlosen gesprächen gings zurück nach hause.
4.5.06 12:36


Oma Hans, 29.12.2005 Schlachthof Bremen

tja. da ist es mal wieder soweit. jens rachut löst mal wieder eine band auf. das dieses mal unter dem namen oma hans gestartete projekt geht gen ende zu. wobei. projekt kann man das eigentlich nicht nennen. mit "angeschissen" (ja, für kreative namen wurde jens dann auch bekannt) begann das ganze. anfang der 90er gründete er "Blumen am Arsch der Hölle". irgendwann wurde daraus mal dackelblut. aber scheinbar reichte das alles noch nicht. die nächste band von ihm hieß kommando sonne-nmilch.
mit der band oma hans gibt es mittlerweile 3 veröffentlichungen. bis vor kurzem alle auf vinyl. jap. und nur auf vinyl. zitat "wer diese platten nicht besitzt, hat entweder keine ahnung oder keinen plattenspieler". nach diesen veröffentlichungen dann auch wieder ein ende. ein ende mit einem neuanfang? vielleicht eine neue band.
na gut. sei es ihm überlassen. meiner meinung nach sollte aber bei oma hans geblieben werden.
also auf zum konzert.
mal wieder auf gut glück nach bremen. denn ich hatte keine karte. wie so häufig bei diesen konzerten in der eldoradobar beim gespräch mit nem kumpel zwischen drei bier und 2 zigaretten davon erfahren "hey antje, oma hans spielen in bremen" "wann, wo?" "schlachthof ende dezember, bist dabei" "ja, klar." in meinem kopf sausten gedanken um dackelblut und vor allem um turbostaat.
und somit dann mal wieder ohne planung einfach los. durch scheinbar endlosem schneematsch, einigen ausrutschern, weil es doch schweineglatt war, dann endlich am schlachthof in bremen angekommen.
9 Euro eintritt. 9 euro was?! was war hier los von wegen "kommerz ist scheisse" und "man spielt doch nur für bier". tja. na gut. wat solls. duesenjaeger hieß die vorband. als erstes aber mal ein tourposter mitgehen lassen. dann rein. in den magazinkeller. ein kleines kellergewölbe. ziemlich tief hängende decke. kaum platz. schien mir doch nach ausverkauft.
duesenjaeger spielte schon. keine ahnung woher sie kommen und wohin sie gehen, aber es war nicht schlecht.
dann oma hans. am anfang doch sehr ruhig das publikum. als schienen sie auf den nicht kommenden startschuss zu warten. der kam dann mittendrin im zweiten lied, völlig unverhofft und die menge explodierte geradezu.
das ist punk. jap. kein punk wie man ihn aus dem fernsehen kennt - schön geschliffen und weichgespült. ehrliche texte gibt es hier. eine verdammt krasse stimme, und einfach nur kraft aus den instrumenten. mitsingen klar. oder nein, eher mitschreien. die beste art um aggressivität rauszulassen. gott sei dank mit keinem blick irgendwelche kleinen mädels gesehen. aber die gehören da auch nicht hin. mein gefühl sagte mir, dass sie endlos spielten. anderthalb stunden warens dann wohl. beim vorletzten lied gingen die lichter aus. im dunkeln pogen. okay. da packte ich mich natürlich erst mal schön auf die schnauze. aber das mag ich eben an jenen konzerten. auf diesen konzerten sind alles so etwas gewöhnt. es gibt hilfsbereite nette leute, die einem schnell wieder aufheben, typen, die einen auch mal festhalten. man liebt sich für einen abend. und mittendrin die texte über beziehungskriesen, den abgrund, den tod. passt.
danke oma hans für diesen auftritt. und ja, verdammt. den hörsturz den ich seit dem konzert habe, den habt ihr mitzuverantworten. aber es hat sich gelohnt.
danke. wenns am schönsten ist soll man gehen. aber überlegt es euch doch nochmal.
7.1.06 11:44


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