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Sie sitzt am Rand
schaut aufs meer hinaus.
das übriggebliebene wasser schlägt seicht aufs watt.
sie sitzt an der grenze der letzten sturmflut.
wind weht durchs haar.
graue wolken. der horizont verschwimmt.
leichter regen, klamme hände.
die grenze gut zu erkennen.
übriggebliebenes der letzten großen sturmflut.
immer bis zur grenze.
fürs seichte meer keinen mut.
18.12.06 17:31


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wenn man sich einmal mit suizid beschäftigt hat, oder auch nur an suizid gedacht hat, begegnen einem immer wieder kuriose situationen.
man steht an einer Kreuzung, läuft über die strasse und es kommt ein auto.
Man wird zurückgerissen, alles schreit "vorsicht".
man bekommt einen schreck.
Danach dann aber, und das ist das kuriose, wird drüber nachgedacht. Angst? Wie kommts? Vorher wollte man noch tabletten schlucken, von einem hochhaus springen oder sich die pulsadern aufschneiden.
Und dann Angst vor einem Auto?
Vielleicht aber eher die Angst dumm und unverletzt auf der Strasse zu liegen.
in jedem Fall aber angst vor dem Tod.
Zwei Tage später steht man auf einer brücke und springt.
Komisch. Aber wat solls. Schließlic bedeit suizid freitod.
und von einem auto überfahren zu werden? bitte! das hat doch keinen stil
18.12.06 17:36


darf man in einer psychiatrie durchdrehen?

Theoretisch schon. Aber so?
nennen wir ihn mal F.
F ist in meiner gruppe und hat ADS mit Hyperaktivitä. dass das ein hartes los ist kann man sich vorstellen. aber das das für uns ein hartes los ist?
nicht das erste mal dass er durchdrehte. das erste mal kaman eine menge pfleger und die polizei. wir waren stunden im raucherraum eingesperrt und hatten angst. freitag jetzt hatte er wegen eine lapalie richtig schlechte laune. dann kam ich. ich maulte ihn an okay. das was falsch war. okay. aber muss man sich deswegen selbst verletzen? ja, auch okay. aber muss man sich dann verletzt und blutend mit kurzem tshirt auf eine treppe setzen an der jeder vorbeikommt? ein klares nein. ich setze mich auch nicht blutend irgendwoehin sondern hole mir einen verband von den pflegern. somit bekam ich ein schlechtes gewissen und hatte schuldgefühle. was mich dann dazu brachte mich selber zu verletzen. leider zu tief. klammerpflaster und ein paar stiche waren die folge.
nu stellt sich eine frage. denn jetzt hatte er schuldgefühle. er maulte und entschuldigte sich tausendmal, aber so, dass das schon eher eine art fishing for compliments war. was wiederum die pfleger auf den plan rief. die alle um ihn herumschwenzelten. sorry. aber es nervt. und das nicht nur mich. wir müssen ständig aufpassen was wir sagen. wir müssen f immer wieder sagen wie toll er doch ist wenn er mal nicht aufsflippt. wir müssen, müssen, müssen. dass meine reaktion auf ihn auch mit mir zu tun hat, weiß ich. schließlich ging es um schuldgefühle. und darum gehts gerade in meinen einzeltherapien auch. aber es reicht. und ich bin kurz davor aufzugeben und nach hause zu fahren. und nicht nur ich. sondern mindesten drei andere aus meiner gruppe. wir haben einfach angst. angst das er doch wieder wie früher reagiert und zuschlägt wenn ihm was nicht passt. warum versteht das nur keiner. oder verstehen wir einfach nicht, dass er derjenige ist, der am meisten recht auf diese therapie hat- so wie im übertragenen sinne die ärzte das sagen. oder uns zumindest zu verstehen geben.
18.12.06 17:38


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