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Teil 3 Festival Mailand - "und wo schlafen wir heute?"

„guten morgen“ ich blinzelte. Das tor war auf. und „ach du scheisse – was ist hier denn los“
Familien mit kindern liefen zum badetag an den see. Hunde wurden spazieren geführt. Wir wurden ausgiebig beäugt und beschnüffelt. Aber wir sahen ja auch aus wie die letzten penner. Da mitten auf der strasse. Mit unseren klamotten. Aber wir können wenigstens sagen, dass wir die allerersten festivalbesucher dieses jahr waren.
Schnell weg hier. Ab an den see. Ab heute abend werden wir ja zelten.
Genau. und erstmal bier holen. Den gefährlichen weg über die autobahn mal wieder in kauf nehmend, gingen m. und ich bier holen. S. blieb bei den klamotten. Wieder da erfuhren wir folgendes „no camping this year. Camping is for free, but not here“
Darauf erstmal schnell n bier. Ein paar kroaten angequatscht. Und mit denen nach möglichkeiten zum zelten gesucht. Fündig wurden wir auf einem asphaltparkplatz der entlang der strasse lag. Dort zelteten auch bereits ein paar. „camping is for free, bot not here and you have pay 15 euros“ achso. Nützte aber ja nichts. 15 euro für eine parkbucht. Und wehe, der hering eines der zelte steckte neben der markierung. Aber passte. Und somit konnte ich doch auch meine eigenes zelt aufbauen.
Mit den kroaten den rest des abends verbracht. Gelacht. Und mit englisch, händen und füßen, ein bischen deutsch und ein wenig kroatisch verständigt. Klappte auch ganz gut. Dass m. seit ner dreiviertel stunde weg war bereitete uns kaum sorgen. S. unterhielt sich prächtig. Ihm fehlten nur n paar mädels. Diese kamen im schlepptau von m. „die sind deutsch, da hab ich die einfach mal mitgebracht“ zwei weitere männliche deutsche kamen auch noch mit. Unsere runde wurde immer größer. Wir liefen noch mal alle zur kneipe (bis auf die beiden mädels, die wirklich nervig waren... „gehen wir zu zweit zum klo?“ „ist es noch weit“ „oh, jetzt sind meine schuhe dreckig“). Auf dem weg dorthin trafen wir eine der holländerinnen vom gestrigen abend. Bzw. wir sahen sie einfach. In der hocke, pissend auf dem bürgersteig. Sehr schön. Es gab wieder sambuca, diesmal stürzte m. ab und ich brachte ihn zurück zum zeltplatz. Übrigens bringt einem eine kaputte isomatte überhaupt nichts auf reinem asphalt. Ausser rückenschmerzen natürlich.
Weitere romantische szenen des abends könnt ihr unter „sternengucker“ lesen.
14.9.06 14:39


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Teil 4 Festival Mailand - „gebt mir ne knarre, ich erschieß mich“ oder „schatten... wo ist der verda

Sonnenstrahlen kitzeln. Blinzeln. Umschauen. Ich liege in meinem zelt, aber die tür ist offen.
Hab ich gesagt ich liege in meinem zelt? Hm.. sauna trifft es eher. Heute morgen schien ich noch gefroren zu haben. Zumindest lässt das der dicke kapuzenpullover in dem mein oberkörper sich befindet, vermuten. Ebenso der schlafsack, der bis oben hin zugezogen ist.
Katerstimmng pur.
Ich krabbel aus meinem zelt und lechze nach luft. Draussen ist es noch angenehm kühl. Also isomatte raus, boxershorts an, top über und direkt vors zelt gelegt. Aufgrund fehlender kühler getränke dann erstmal n bier zum frühstück. Langsam. Und oh wunder. Es hilft.
„guten morgen“ hm?!
Oh... der mann ohne namen von gestern. Er fragt mich ob ich seine geldbörse hätte. Ich überlege. Da war noch was. Stimmt. Die hatte er vorm zelt verloren. Und ich hab sie gefunden. Ich ließ meine gedanken kreisen. Nützte nichts. Name wusste ich nicht. „ähm wie heisst du eigentlich?“ Ein grinsen. Dann „achja, stimmt. Das haben wir wohl gestern vergessen. Ich bin D.“ „freut mich. Ich bin die Antje“ „sehen wir uns heut abend nach den bands?“ „bestimmt“. Er lächelte und ging zu seinen freunden. Nach und nach krabbelten auch meine freunde aus dem zelt. Erstmal schwimmen gehen.
Dann zur ersten band. Es ist 17:20 Uhr. Wir haben einen der kroaten schon verloren. Dafür zwei amerikaner kennengelernt. M. labert schon ziemlich komisch durcheinander. Nichtmal sein deutsch versteht man noch wirklich.
Towers of london. Toll. Ich stand da und staunte. Beigeisterung machte sich breit und M. zog mich mit nach vorne. Wir tanzten zusammen, verloren uns, fanden uns wieder. beim crowdsurfing fanden wir auch den kroaten wieder. er stand nämlich vor der absterrung und trug uns über sich rüber. live sind die wirklich toll. Auch wenn ich die auf platte eher nicht so gerne höre.
t(i)nc spielten gleich im anschluss. Dazu kann ich nicht viel sagen, denn ohne meinen regelmäßigen besuch bei den sanis läuft ja kein festival ab und somit lag ich dann irgendwann in deren zelt. Versuchte auf englisch zu erklären, warum ich nicht richtig reden konnte. Musste mir anhören, dass drogen keine lösung sind, und dass ich definitiv keine mehr nehmen sollte (?!?!?!?!) und bekam ne infusion, von der ich nicht mal wusste was da drin sein sollte. Später erklärte mir einer der sanis, dass das eine fiebersenkende infusion ist, da ich 39,5 hab. okay. Ich durfte wieder gehen. Den rest von t(i)nc hab ich mir noch angeschaut, waren mir aber zu langweilig.
Dann ein bischen pause. Wir suchten ständig nach schatten. Schatten, schatten, schatten. Gabs aber fast nirgends. wir fielen ohnehin wegen der hellen hautfarbe auf. jetzt noch rot überzogen. schick, schick. und diese hitze. eignetlich toll. und beim schwimmen sowieso. aber bei nem festival...
Es gab übrigens tuborg vom fass. Wah... eklig. Schon beim zapfen bildete sich nicht mal schaum oben. So gut wie ohne kohlensäure und kostenpunkt 4,00 euro.
Eagles of death metal waren verdammt genial. Wir standen etwas weiter hinten, hatten genug platz zum toben. Und das taten wir auch. Hatten nachher schon n richtigen kreis an leuten um uns umzu.
Ich bestand dann darauf mir iggy noch anzuschauen. M wollte gar nicht und s. wollte nur ein paar minuten. Nach dem auftritt waren beide begeistert. Sehr unterhaltsam. Wir hatten viel zu lachen. Die show war toll.
Zurpck auf unserem „notcampingplatz“ haben wir uns diesmal vor die zelte der Regensburger gesetzt, die kroaten kamen noch hinzu. Nachher noch spanier, italiener, österreicher. Die schlechte nachricht kam dann: Rise Against haben abgesagt. Wäre M. ein Mädchen hätte er geweint. Zumindest sah er so aus. „gebt mir ne knarre, ich erschiess mich“. War rise Against doch der auslöser fürs festival. Und hatte er doch das konzert ein paar tage vor abflug sausen lassen, weil er die ja noch in mailand sehen würde. Er wirkte traurig. Trank bier, und schwieg. Und hoffte darauf, dass alles nur ein gerücht ist und dieses sich nicht bestätigt. Gegen 5 uhr morgens ab ins zelt.
15.9.06 11:12


Berechtigte intoleranz (oder etwa nicht?!)

Ruhig zu bleiben, wenn jemand (meiner meinung nach) keine ahnung von musik hat. So einen satz sollte man eigentlich ohnehin nicht von sich geben. Alles zu unterschiedlich, zu groß, zu viel.
Intolerant? Definitiv. Gegenüber musikstilen wie techno zum beispiel.
Aber vor allem wenn ich zum 10. mal gefragt werde, ob diese band da auf meinem shirt songs von turbonegro covern. „nein, nein“ antworte ich meist freundlich. „turbostaat haben mit turbonegro nicht das geringste zu tun“
Ich neige dazu, dann auf weitere nachfragen nach dem stil von turbostaat weit auszuholen und dem unwissenden dann auch noch bandnamen wie oma hans, dackelblut etc. um die ohren zu hauen. Nicht sehr nett. nein. Aber mit so einer frage kann man mir wenigstens ein lächeln entlocken. Eher kommt ja diese frage auf:
„Was machen die denn so?“
Dann lächel ich nicht. Und statt aufzuklären pfeffer ich den meisten ein „hörs dir einfach an, wird dir wohl eh nicht gefallen“ entgegen.
Unfreundlich. Ich weiß. Ich könnte auch noch noch anbieten sie aufs nächste konzert mitzunehmen. Aber bitte. Ich will das einfach genießen. Und mir nicht, wie auf einigen letzten festivals, von nem bekannten immer wieder auf die schulter tippen zu lassen. Genervt umdrehen. Fragend anschauen. Um dann zu hören: „duuuu, ist das jetzt ska?“
Schreckliche erfahrung aber auch, dass buttons wirklich IN sind und es völlig egal zu sein scheint, was drauf steht. Von meiner schwester gefragt zu werden, ob man freundlicherweise für ihren kumpel ein paar buttons vom festival mitbringen könnte. Optimistisch und erfreut erfrage ich, von welchen bands diese denn sein sollten. Was dann kam verschlug mir die sprache. Und brachte mir ein stirnrunzeln ein. „ist egal, der macht sich die an seine mütze weils cool aussieht, der kennt eh kaum bands. Hauptsache ein paar buttons“
Und dann: „der wollte dir letztes mal schon einen von der tasche klauen, er meinte du hättest so viele, dass du das gar nicht merken würdest“
Har, Har.

Aber falls noch jemand wissen will was denn turbostaat „so machen“. Am 16. dezember spielen sie in hamburg. Und vielleicht, ja vielleicht bin ich auch so nett und erkläre ein bischen.
18.9.06 11:31


soweit - so gut

oder eben nicht.
ich kann nicht mehr. das hab ich gerade entschieden. geistesblitz?
nein. stress auf der arbeit. feststellung, dass mich alle überschätzen. die daraus resultierende gefühlte überforderung meinerseits, die zahlreichen tränen heute, das blut welches ich nicht sehen wollte brachten mich wirklich dazu mir heute einen termin bei meinem arzt zu holen.
morgen früh. ich werde mich wohl selber einweisen, wenn er das für genauso dringend hält.
20.9.06 16:34


dann doch ins lkh

hab jetzt ne überweisung. werd gleich hinfahren.
und dann hoffentlich erfahren wies weitergeht.
Verdacht auf Borderline
suizidgefährdet.
das muss ich jetzt nur noch meinen eltern beibringen.
bin dann jetzt weg.
letzter eintrag erstmal.
danke an alle fürs lesen.
21.9.06 12:36


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