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Teil 4 Festival Mailand - „gebt mir ne knarre, ich erschieß mich“ oder „schatten... wo ist der verda

Sonnenstrahlen kitzeln. Blinzeln. Umschauen. Ich liege in meinem zelt, aber die tür ist offen.
Hab ich gesagt ich liege in meinem zelt? Hm.. sauna trifft es eher. Heute morgen schien ich noch gefroren zu haben. Zumindest lässt das der dicke kapuzenpullover in dem mein oberkörper sich befindet, vermuten. Ebenso der schlafsack, der bis oben hin zugezogen ist.
Katerstimmng pur.
Ich krabbel aus meinem zelt und lechze nach luft. Draussen ist es noch angenehm kühl. Also isomatte raus, boxershorts an, top über und direkt vors zelt gelegt. Aufgrund fehlender kühler getränke dann erstmal n bier zum frühstück. Langsam. Und oh wunder. Es hilft.
„guten morgen“ hm?!
Oh... der mann ohne namen von gestern. Er fragt mich ob ich seine geldbörse hätte. Ich überlege. Da war noch was. Stimmt. Die hatte er vorm zelt verloren. Und ich hab sie gefunden. Ich ließ meine gedanken kreisen. Nützte nichts. Name wusste ich nicht. „ähm wie heisst du eigentlich?“ Ein grinsen. Dann „achja, stimmt. Das haben wir wohl gestern vergessen. Ich bin D.“ „freut mich. Ich bin die Antje“ „sehen wir uns heut abend nach den bands?“ „bestimmt“. Er lächelte und ging zu seinen freunden. Nach und nach krabbelten auch meine freunde aus dem zelt. Erstmal schwimmen gehen.
Dann zur ersten band. Es ist 17:20 Uhr. Wir haben einen der kroaten schon verloren. Dafür zwei amerikaner kennengelernt. M. labert schon ziemlich komisch durcheinander. Nichtmal sein deutsch versteht man noch wirklich.
Towers of london. Toll. Ich stand da und staunte. Beigeisterung machte sich breit und M. zog mich mit nach vorne. Wir tanzten zusammen, verloren uns, fanden uns wieder. beim crowdsurfing fanden wir auch den kroaten wieder. er stand nämlich vor der absterrung und trug uns über sich rüber. live sind die wirklich toll. Auch wenn ich die auf platte eher nicht so gerne höre.
t(i)nc spielten gleich im anschluss. Dazu kann ich nicht viel sagen, denn ohne meinen regelmäßigen besuch bei den sanis läuft ja kein festival ab und somit lag ich dann irgendwann in deren zelt. Versuchte auf englisch zu erklären, warum ich nicht richtig reden konnte. Musste mir anhören, dass drogen keine lösung sind, und dass ich definitiv keine mehr nehmen sollte (?!?!?!?!) und bekam ne infusion, von der ich nicht mal wusste was da drin sein sollte. Später erklärte mir einer der sanis, dass das eine fiebersenkende infusion ist, da ich 39,5 hab. okay. Ich durfte wieder gehen. Den rest von t(i)nc hab ich mir noch angeschaut, waren mir aber zu langweilig.
Dann ein bischen pause. Wir suchten ständig nach schatten. Schatten, schatten, schatten. Gabs aber fast nirgends. wir fielen ohnehin wegen der hellen hautfarbe auf. jetzt noch rot überzogen. schick, schick. und diese hitze. eignetlich toll. und beim schwimmen sowieso. aber bei nem festival...
Es gab übrigens tuborg vom fass. Wah... eklig. Schon beim zapfen bildete sich nicht mal schaum oben. So gut wie ohne kohlensäure und kostenpunkt 4,00 euro.
Eagles of death metal waren verdammt genial. Wir standen etwas weiter hinten, hatten genug platz zum toben. Und das taten wir auch. Hatten nachher schon n richtigen kreis an leuten um uns umzu.
Ich bestand dann darauf mir iggy noch anzuschauen. M wollte gar nicht und s. wollte nur ein paar minuten. Nach dem auftritt waren beide begeistert. Sehr unterhaltsam. Wir hatten viel zu lachen. Die show war toll.
Zurpck auf unserem „notcampingplatz“ haben wir uns diesmal vor die zelte der Regensburger gesetzt, die kroaten kamen noch hinzu. Nachher noch spanier, italiener, österreicher. Die schlechte nachricht kam dann: Rise Against haben abgesagt. Wäre M. ein Mädchen hätte er geweint. Zumindest sah er so aus. „gebt mir ne knarre, ich erschiess mich“. War rise Against doch der auslöser fürs festival. Und hatte er doch das konzert ein paar tage vor abflug sausen lassen, weil er die ja noch in mailand sehen würde. Er wirkte traurig. Trank bier, und schwieg. Und hoffte darauf, dass alles nur ein gerücht ist und dieses sich nicht bestätigt. Gegen 5 uhr morgens ab ins zelt.
15.9.06 11:12


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back to wirklichkeit

Ich laufe durch die innenstadt. Es ist dunkel. Ich komme gerade aus der kneipe. Flüchtend vor einem guten freund, dessen letzte worte „wenn du mit so einem ankommst, brauchst du bei mir nicht mehr klingeln“ waren. Wenn ich mir seine über die letzten wochen verteilten bemerkungen so durch den kopf gehen lasse, blinkt immer heftiger das wort „unglücklich verliebt“ in mir auf. es besteht keine chance für uns. Das weiss ich. Nur er scheinbar nicht. das macht mich traurig. Und ratlos. Wer mir mit ratschlägen, wie ich ihm jetzt gegenüber trete, helfen möchte, ist herzlich eingeladen. Natürlich ohne die freundschaft kaputt zu machen. Das versteht sich ja hoffentlich von selber. So versuche ich die gedanken aus meinem kopf zu kriegen.
Ich träume, wie so oft von schöneren zeiten. In denen ich ausser einen eigenen weissen hai in meinem eigenen meer auch noch ganz viele pinguine habe. Mein Haus wäre ein kleines Fachwerkhaus. Weiss, mit schwarzen Balken, reetdach. Mein hund würde niemals älter. Mein Freund ist natürlich dunkelhaarig, ruhig, mit einem tollen musikgeschmack. Und wo wir schon bei musik wären: auf musiksendern würde auch wirklich musik laufen und techno wäre nie erfunden worden. Gras wäre noch wirklich grün. Es duftet nach frischem heu. Pferde zermalmen zufrieden ihr futter.
Lautes geschrei reisst mich zurück. Ich sehe gerade noch wie ein junger mann drei kickbox-artige tritte von einem deutlich jüngeren und kleineren mann ins gesicht bekommt. Ein bischen blut. Ich flüchte. Es stehen eindeutig genug leute umzu. Ich habe angst, dass sich wiedermal eine massenschlägerei draus entwickelt.
Traurig schüttele ich den kopf, versuche mir einzureden, dass dem mann, dem hier gerade eindeutig mein mitgefühl gehört, nichts passiert ist. Eine strassenecke weiter ist es plötzlich verdammt dunkel. Ich weiss, dass ich hier nicht alleine laufen sollte. Und recht haben meine freunde. Ein typ steht vor mir. Allein der umstand, dass noch mehrere gestalten unterwegs sind, gibt mir sicherheit. Er raunt mich an, ich solle aufpassen, wenn ich nachher alleine nach hause gehe, er würde mir folgen. Ein fieses grinsen.
Für heute reicht es mir und ich tue das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich klingele mit meinem handy meinen ex-freund aus dem bett. Er bringt mich erst zu sich, und dann nach hause. Gentleman like. Keine anmache, nichts. Einfach nur freundlich, höflich, hilfsbereit. Die wirklichkeit ist manchmal schön. Doch meistens einfach nur ernüchternd.

Heute morgen in der zeitung stand auch noch was von einer messerstecherei.
Diese stadt ist gefährlich. Und dabei war es so ruhig geworden.
11.9.06 17:13


die summe...

aus gegenwart und gestern...

genau genommen. nicht ~. sondern mit zahlen hinter dem komma. wahrscheinlich periode irgenwas. immer das gleiche.
zwischen suchen und finden. nur, suche ich ?berhaupt?
und wenn, was suche ich? vielleicht mich selbst. vielleicht werde ich mich irgendwann finden. ist doch jetzt mode. auf dem selbstfindungstrip.
da gehen sie zum yoga und finden sich dadurch selbst. da gehen andere zur musiktherapie und finden sich pl?tzlich selbst. doch keiner von denen kann mir sagen, was es bedeutet sich selbst gefunden zu haben. eigentlich bin ich doch ich. warum sollte ich mich dann suchen. ich suche meine schl?ssel, mein handy, meine zigaretten. eigentlich bin ich sehr chaotisch und suche immer st?ndig irgendwas. vielleicht wird das besser, wenn ich mich erstmal selbst gefunden habe.
20.12.05 19:26


irreversible

man... gerade eben gesehen. mit zwei freunden. zu beginn irre wirkende kameraf?hrungen, die w?ren sie ein bischen k?rzer gewesen, sicherlich eine sehr sch?ne einleitung gewesen w?ren. mir waren sie aber ein bischen zu lang. ansonsten gut gel?st. hektische bewegungen wenns hektisch wird. Ich bin mir sicher viele haben von diesem film geh?rt. haupts?chlich wohl von der 9-min?tigen vergewaltigungsszene und von der mordszene mit dem feuerl?scher. was schade ist. denn richtig schlecht ist der film wirklich nicht. er zeigt schonungslos wie sch?n das leben ist wenn alles geordnete bahnen geht und wie ein ereignis eine kettenreaktion hervorrufen kann. Doch ebenso wird einem bewusst, dass rache vielleicht der erset gedanke ist, sollte einem so etwas passieren, rache aber nicht das beste ist. denn auch in diesem film trifft es den falschen. Man sollte nicht zuviel vorwegnehmen. der film l?uft r?ckw?rts, wie memento. Versucht euch den film anzuschauen und nicht w?hrend der 9-min?tigen szene azubrechen. man k?nnte ja ein bischen auf vorlauf schalten. ich hab ihn mir komplett angesehen. und ja, ich war geschockt. Brutalit?t, schmerz, tr?nen. Das alles komplett schonungslos. einfach mit der kamera draufgehalten. sollte so etwas gezeigt werden? Man kann da sicherlich dr?ber streiten. zum einen denke ich zwar, so etwas muss nicht sein. zum anderen sage ich mir. okay, das ist ein film. die realit?t ist h?rter. Vielleicht bringt es leute dazu, hinzuschauen. im realen leben. was ich mir w?nschen w?rde. Ich bin an der szene fast zerbrochen. ja. ich wei? immer noch nicht, ob ich den film gut oder schlecht finden sollte. Meinen kumpel standen tr?nen in den augen. Wenn man in irgendeiner art und weise mit missbrauch oder vergewaltigung in Verbindung steht, wird einem der film sicher zu schaffen machen. nachvollziebare reaktionen, wut aufs system, wenn man mal wieder dr?ber nachdenkt, dass unser rechtssystem in der hinsicht zu viele l?cken aufweist. Allein der satz am anfang "ich hab mit meiner tochter geschlafen" "Ach, ein bischen teufel wohnt in jedem von uns, du wolltest nur deinen spa?".
ich m?chte nicht einmal punkte auf einer skala f?r diesen film vergeben m?ssen. man sollte solche filme nicht in schlecht oder gut unterteilen. als aufkl?rung sehen? denn in diesem film geht rein gar nichts um gewaltverherrlichung sondern nur ums aufzeigen der verdammt schlechten welt. denn ja. die welt ist schlecht. schaut hin und passt auf euch und eure freunde auf. scheisse. verdammt.
14.11.05 08:36





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