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und sonst so

ein joggendes Tier wechselt zu Spiderman

Wir einheimischen haben uns dran gewöhnt. An ihn, den ca. 1,80 großen, stämmigen mann im ganzkörperhasenkostüm. Wir schütteln nicht mehr die Köpfe, wir schauen ihm nicht mehr hinterher. Er geht damit einkaufen, er fährt damit fahrrad und, was ich ganz besonders interessant finde, er geht damit joggen. Und vor einiger Zeit hat er sich mit dem Fahrrad uns angeschlossen, und ging mit uns ein paar Bier in einer Kneipe trinken. Die touristen allerdings… Ja, genau die haben ihre probleme damit. Zwei mir im gedächtnisgebliebene ereignisse der letzten zeit. Kurz vor Ostern. Ein offentsichtliches Touristenkind zu seiner Mama am Strand :“ Mama, Mama schau mal, der Osterhase“ „Mama schaut. Kind:“ Mama, warum beeilt der sich denn so?“ Gut, kurz vor Ostern kann man einem kleinen Kind wohl einen joggenden Osterhase noch erklären. Aber derzeit wohl nicht mehr. Im Wal-Mart ein Kind ganz entsetzt „Papa!, Der Osterhase kauft seiner Eier ja hier. Und das schon für nächstes Jahr. Die werden doch schlecht“ Papa wusste daraufhin nichts zu erwiedern. Kurz darauf das Kind „Papa, ich will nächstes Jahr nur noch Schokolade, keine Ostereier!“
Ob er weiss, was er damit anrichtet? Nun gut, er hat aber nicht nur ein Osterhasenkostüm, welches übers ganze Jahr getragen wird. Zu Weihnachten wechselt er zum Weihnachtsmann. Und gestern sah ich ihn vor dem Kino. „Spiderman“ fuhr es mir durch den Kopf. Selbstgenäht. Da musste ich nun doch wieder mit dem Kopf schütteln.
11.5.07 09:03


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„Was soll ich sagen?“ „Am besten gar nichts. In solchen Situationen spricht man nicht. Ein wenig erschöpft. Ein wenig betrunken, immer noch ein Bier in der Hand. Die letzte Zigarette vorm schlafen gehen. Es wird langsam hell. Die ersten Leute fahren zur Arbeit. Einige kommen mir mit ihren Hunden entgegen. Ich liebe diese Zeit. Sie ist die beste, die schönste. Nach dem Feiern. Vor dem ins Bett gehen.
9.5.07 14:05


ein perfektes Wochenende.

Freitag, halb drei morgens, wir (mein hund und ich) verlassen die wohnung meiner freundin und laufen die treppen hoch in meine eigene. Trinke noch n kaffee, dann beschließen wir uns so langsam ins bett zu packen.
Nach einer flasche wein, die ich bei meiner Freundin trank, auch schnell eingeschlafen.
Plötzliches bellen meines hundes. Ich wache auf und bin verwirrt. Sturmklingeln an der tür. Ding, ding, ding… ding ding. Immer in dem rhytmus. Ich schrecke hoch, schaue auf die uhr. 04:30 Uhr.. Grummel.
Ich tapse zur wohnungstür und drücke auf den summer. Nichts. Keiner will rein?
Trotz meiner angst schnappe ich mir meinen bademantel, packe noch schnell das pfefferspray ein, nehme meinen hund und schleiche die treppen hinunter.
Auf halber höhe höre ich es: „Hallo, Halloooho, Hallo, Halloooho“
Raffi… Natürlich. Wer sonst. Ich mache die tür auf. Das erste was er sagt „oh, hab ich dich jetzt geweckt?“ „nein, natürlich nicht“ „ich habe meinen Schlüssel verloren, und M. macht mir nicht die tür auf. Die schläft schon“
Ich nehme ihn mit nach oben und mache erstmal Kaffee. Mein hund grummelte nur noch rum. So lange hoch gewesen und dann ne anderthalb stunden später schon wieder aufstehen. Er versteht die welt nicht mehr. Raffi, total betrunken, redet wirres zeug. Gegen sechs mache ihm die Couch fertig. Gegen halb sieben will er doch noch wieder runter. Im flur höre ich ihn weiter „hallo, Halloooho“ rufen. Ich gehe wieder ins bett.
12 Stunden später. Ich klingel bei Raffi, will n Kaffee trinken. Er macht die Tür auf, und wir beide müssen lachen. Ich, weil er so richtig scheisse aussieht. Und er weil ich wohl so komisch ausgesehen habe, als ich ihm die tür öffnete. Okay. Ein verschlafenes Mädel, in schwarzem Bademantel mit roten Totenköpfen drauf, Pfefferspray in der rechten Hand, Hund an der linken. Da hätte ich wohl auch gelacht.

Samstag abend um 23:00 Uhr dann wieder runter zu den beiden. Schnell ein paar bier und ab ins Eldo. Dort noch ein paar Bier. Dann rumgeschreie. „Antifa, ich hasse euch“ schallte aus der Music-Box. Nur einer sang mit. Der flog gleich raus. Draussen dann Schlägerei. Ein offensichtlich linker, ein offensichtlich rechter und drei türken. Allgemeines Kopfgeschüttel. Dann wieder rein. Als dort schluss war nach draussen. Noch schnell meinen Freund angerufen, der zu dem Zeitpunkt auf dem Groezrock war, der aber nicht mit mir reden wollte, weil er a) zu betrunken war und b) schon geschlafen hatte. Da erst merkte ich, dass es schon hell wurde. Schnell nach hause. Hund geschnappt und mit ihm zum Strand. Dort das immer heller werden beobachtet. Immer noch mit ner Flasche Bier in der Hand. Die letzte Zigarette genossen, da schien auch schon die Sonne. Ab nach Haus. Und vor allem ab ins Bett.

17:15Uhr aufwachen. Aufstehen. Kaffee, Zigarette (brrr… das ging ja mal noch gar nicht). Wasser. Ganz viel Wasser. Und wieder Kaffee. Dann kam mein Freund. Essen bestellt, gegessen, rumgedöst. Duschen.
0:00 Uhr ins Bett.

Montag mit meinem Freund und Hund picknicken im Wald.
Dienstag in den Zoo. danach grillen.

Alles in allem ein schönes Wochenende
2.5.07 10:31


Berechtigte intoleranz (oder etwa nicht?!)

Ruhig zu bleiben, wenn jemand (meiner meinung nach) keine ahnung von musik hat. So einen satz sollte man eigentlich ohnehin nicht von sich geben. Alles zu unterschiedlich, zu groß, zu viel.
Intolerant? Definitiv. Gegenüber musikstilen wie techno zum beispiel.
Aber vor allem wenn ich zum 10. mal gefragt werde, ob diese band da auf meinem shirt songs von turbonegro covern. „nein, nein“ antworte ich meist freundlich. „turbostaat haben mit turbonegro nicht das geringste zu tun“
Ich neige dazu, dann auf weitere nachfragen nach dem stil von turbostaat weit auszuholen und dem unwissenden dann auch noch bandnamen wie oma hans, dackelblut etc. um die ohren zu hauen. Nicht sehr nett. nein. Aber mit so einer frage kann man mir wenigstens ein lächeln entlocken. Eher kommt ja diese frage auf:
„Was machen die denn so?“
Dann lächel ich nicht. Und statt aufzuklären pfeffer ich den meisten ein „hörs dir einfach an, wird dir wohl eh nicht gefallen“ entgegen.
Unfreundlich. Ich weiß. Ich könnte auch noch noch anbieten sie aufs nächste konzert mitzunehmen. Aber bitte. Ich will das einfach genießen. Und mir nicht, wie auf einigen letzten festivals, von nem bekannten immer wieder auf die schulter tippen zu lassen. Genervt umdrehen. Fragend anschauen. Um dann zu hören: „duuuu, ist das jetzt ska?“
Schreckliche erfahrung aber auch, dass buttons wirklich IN sind und es völlig egal zu sein scheint, was drauf steht. Von meiner schwester gefragt zu werden, ob man freundlicherweise für ihren kumpel ein paar buttons vom festival mitbringen könnte. Optimistisch und erfreut erfrage ich, von welchen bands diese denn sein sollten. Was dann kam verschlug mir die sprache. Und brachte mir ein stirnrunzeln ein. „ist egal, der macht sich die an seine mütze weils cool aussieht, der kennt eh kaum bands. Hauptsache ein paar buttons“
Und dann: „der wollte dir letztes mal schon einen von der tasche klauen, er meinte du hättest so viele, dass du das gar nicht merken würdest“
Har, Har.

Aber falls noch jemand wissen will was denn turbostaat „so machen“. Am 16. dezember spielen sie in hamburg. Und vielleicht, ja vielleicht bin ich auch so nett und erkläre ein bischen.
18.9.06 11:31


Back to wirklichkeit

Ich laufe durch die innenstadt. Es ist dunkel. Ich komme gerade aus der kneipe. Flüchtend vor einem guten freund, dessen letzte worte „wenn du mit so einem ankommst, brauchst du bei mir nicht mehr klingeln“ waren. Wenn ich mir seine über die letzten wochen verteilten bemerkungen so durch den kopf gehen lasse, blinkt immer heftiger das wort „unglücklich verliebt“ in mir auf. es besteht keine chance für uns. Das weiss ich. Nur er scheinbar nicht. das macht mich traurig. Und ratlos. Wer mir mit ratschlägen, wie ich ihm jetzt gegenüber trete, helfen möchte, ist herzlich eingeladen. Natürlich ohne die freundschaft kaputt zu machen. Das versteht sich ja hoffentlich von selber. So versuche ich die gedanken aus meinem kopf zu kriegen.
Ich träume, wie so oft von schöneren zeiten. In denen ich ausser einen eigenen weissen hai in meinem eigenen meer auch noch ganz viele pinguine habe. Mein Haus wäre ein kleines Fachwerkhaus. Weiss, mit schwarzen Balken, reetdach. Mein hund würde niemals älter. Mein Freund ist natürlich dunkelhaarig, ruhig, mit einem tollen musikgeschmack. Und wo wir schon bei musik wären: auf musiksendern würde auch wirklich musik laufen und techno wäre nie erfunden worden. Gras wäre noch wirklich grün. Es duftet nach frischem heu. Pferde zermalmen zufrieden ihr futter.
Lautes geschrei reisst mich zurück. Ich sehe gerade noch wie ein junger mann drei kickbox-artige tritte von einem deutlich jüngeren und kleineren mann ins gesicht bekommt. Ein bischen blut. Ich flüchte. Es stehen eindeutig genug leute umzu. Ich habe angst, dass sich wiedermal eine massenschlägerei draus entwickelt.
Traurig schüttele ich den kopf, versuche mir einzureden, dass dem mann, dem hier gerade eindeutig mein mitgefühl gehört, nichts passiert ist. Eine strassenecke weiter ist es plötzlich verdammt dunkel. Ich weiss, dass ich hier nicht alleine laufen sollte. Und recht haben meine freunde. Ein typ steht vor mir. Allein der umstand, dass noch mehrere gestalten unterwegs sind, gibt mir sicherheit. Er raunt mich an, ich solle aufpassen, wenn ich nachher alleine nach hause gehe, er würde mir folgen. Ein fieses grinsen.
Für heute reicht es mir und ich tue das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich klingele mit meinem handy meinen ex-freund aus dem bett. Er bringt mich erst zu sich, und dann nach hause. Gentleman like. Keine anmache, nichts. Einfach nur freundlich, höflich, hilfsbereit. Die wirklichkeit ist manchmal schön. Doch meistens einfach nur ernüchternd.

Heute morgen in der zeitung stand auch noch was von einer messerstecherei.
Diese stadt ist gefährlich. Und dabei war es so ruhig geworden.
11.9.06 17:13


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