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Teil 2 Festival Mailand "Auf der bordsteinkante nachts um halb eins"

Teil 2 – Festival Mailand
„ auf der bordsteinkante nachts um halb eins“

Schlag vorm kopf. Hitze. 33 Grad, kein wind. Wir stiegen aus dem flugzeug. Die frisur sitzt. Die von M. und S. zumindest. Ich hatte meine mütze auf. die wunderkerzen, die ich im rucksack von S. versteckte, wurden auch gleich gefunden. Nicht von ihm. Sondern von der Kontrolle. Brandbeschleuniger. Wir mussten alle antreten und uns aufklären lassen. Wir drei kleine grundschüler standen wir in einer reihe. „ab in die ecke und schämt euch“ fehlte eigentlich nur noch.
Die deutschen sind Gewohnheitstiere. Gerade deshalb stiegen wir wie im letzten jahr in die gleichen busse. Uns war wohl bewusst, dass wir dadurch wieder touren doppelt machten. Aber die faulheit siegte. Neue buslinien ausfindig zu machen war uns eindeutig zu anstrengend. Ein mc donalds-essen (italien, wer isst denn da auch nudeln oder pizza?!) und 3 stunden später ankunft flughafen linate. Die geistesblitze, dass wir den flughafen ja letztes mal im rücken vom festival hatten, hätten wir lieber ausblenden sollen. Das resultat daraus war nämlich, dass wir anfingen die strecke zum idro scalo laufen zu wollen. 4 kilometer später erste versuche uns zu verständigen. Klappte. Nur leider ging die meinung der italiener in richtung, wir müssen zum flughafen linate und von dort aus den linienbus nehmen. Achso. 4 km wieder zurück. Aber das ist ja das abenteuer was wir wollten. Haha.
Endlich am Park angekommen wunderten wir uns doch über die ruhe der italiener. Die erste bühne stand. Die zweite noch nicht. es sind ja auch nur noch anderthalb tage. Nur drei einsame gestalten liefen übers gelände und telefonierten hier und da. Die werden schon wissen was sie tun. Erstmal schwimmen gehen. Dann gepäck in ein paar büsche befördert. Gedanken darüber, wo wir schlafen würden, machten wir uns nicht. es war schon 23:00 uhr und die kneipen die wir hofften in 3,4 km zu finden waren wichtiger.
Mulmig wurde mir in der unterführung. Draussen dunkel. Die unterführung erleuchtet. Ich fühlte mich in irreversible versetzt. Genauso. Und nicht anders sah diese unterführung aus.
M. schaute mich an. Schien das gleiche zu denken und sagte nur „mädel, weiter, nicht nachdenken“ Alles klar, danke schön.
Erste station. „we want beer“ unser englisch nicht toll. Deren englisch katastrophal. Bier bekamen wir trotzdem. Wir sassen gemütlich im vorraum der kneipe. Licht geht aus. Wir schauten uns an. Ein mann ging an uns vorbei und schloss ein rolltor. Ähm.. hallo? Nicht nur irreversible sondern irgendwie auch hostel-mässig. Wir kletterten übers rolltor und traten die flucht an. Nächste kneipe, nächstes bier. Erster versuch eine toilette zu benutzen. Sie erklärte mir wild gestikulieren, dass eben jene im garten sei. Ich suchte und wurde auch fündig. Im stockdunkeln, zwischen büschen und neben einer alten garage. Mulmiges gefühl. Aber ich überlebte den angriff der killerspinnen und wich den von mir hinter den bäumen vermuteten wilden männern aus.
Nächste station war ein trailer-park. Bereits 10 m davor stank es nach pisse. Ein großes gelbes dreieck-schild mit einem schwarzen ausrufezeichen warnte uns. Ignoriert und rein. Kurz vor ende wurden unsere schritte schneller. Wild schimpfend ein paar jugendliche. 5 männer gegen zwei. Ich zählte als frau ja eh nicht so wirklich.
Nächste kneipe. Bier. Und sambuca. Für 2,40. oha. Egal. n kurzer muss sein. Dass dort kaffebohnen reingehören, konnten wir auch noch erklären. Bekamen wir auch. Wir waren irgendwie die stars dort. Von leuten umringt bekamen wir unseren sambuca. Ein cola-glas voll für jeden. Ich schluckte. Erst trocken, dann den sambuca. Dann war bei mir ende. Lichter gingen aus. Zumindest glaubte ich das. Ich kotzte zwischen zwei parkende autos. Stolz bin ich nicht darauf. Aber was raus muss, muss raus. dann sass ich auf der bordsteinkante. nachts um halb eins. und wartete. darauf, dass m mich an die hand nahm und wir losgingen. Vom weg nach hause (vor allem, nach hause...) weiß ich nichts mehr. Vorm tor des jetzt abgeschlossenen parks kam meine erinnerung wieder und ratlosigkeit machte sich breit. Auf der strasse schlafen. Nützt ja nichts. Isomatten ausgerollt, schlafsack ausgepackt und gute nacht.
14.9.06 12:36
 


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