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back to wirklichkeit

Ich laufe durch die innenstadt. Es ist dunkel. Ich komme gerade aus der kneipe. Flüchtend vor einem guten freund, dessen letzte worte „wenn du mit so einem ankommst, brauchst du bei mir nicht mehr klingeln“ waren. Wenn ich mir seine über die letzten wochen verteilten bemerkungen so durch den kopf gehen lasse, blinkt immer heftiger das wort „unglücklich verliebt“ in mir auf. es besteht keine chance für uns. Das weiss ich. Nur er scheinbar nicht. das macht mich traurig. Und ratlos. Wer mir mit ratschlägen, wie ich ihm jetzt gegenüber trete, helfen möchte, ist herzlich eingeladen. Natürlich ohne die freundschaft kaputt zu machen. Das versteht sich ja hoffentlich von selber. So versuche ich die gedanken aus meinem kopf zu kriegen.
Ich träume, wie so oft von schöneren zeiten. In denen ich ausser einen eigenen weissen hai in meinem eigenen meer auch noch ganz viele pinguine habe. Mein Haus wäre ein kleines Fachwerkhaus. Weiss, mit schwarzen Balken, reetdach. Mein hund würde niemals älter. Mein Freund ist natürlich dunkelhaarig, ruhig, mit einem tollen musikgeschmack. Und wo wir schon bei musik wären: auf musiksendern würde auch wirklich musik laufen und techno wäre nie erfunden worden. Gras wäre noch wirklich grün. Es duftet nach frischem heu. Pferde zermalmen zufrieden ihr futter.
Lautes geschrei reisst mich zurück. Ich sehe gerade noch wie ein junger mann drei kickbox-artige tritte von einem deutlich jüngeren und kleineren mann ins gesicht bekommt. Ein bischen blut. Ich flüchte. Es stehen eindeutig genug leute umzu. Ich habe angst, dass sich wiedermal eine massenschlägerei draus entwickelt.
Traurig schüttele ich den kopf, versuche mir einzureden, dass dem mann, dem hier gerade eindeutig mein mitgefühl gehört, nichts passiert ist. Eine strassenecke weiter ist es plötzlich verdammt dunkel. Ich weiss, dass ich hier nicht alleine laufen sollte. Und recht haben meine freunde. Ein typ steht vor mir. Allein der umstand, dass noch mehrere gestalten unterwegs sind, gibt mir sicherheit. Er raunt mich an, ich solle aufpassen, wenn ich nachher alleine nach hause gehe, er würde mir folgen. Ein fieses grinsen.
Für heute reicht es mir und ich tue das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich klingele mit meinem handy meinen ex-freund aus dem bett. Er bringt mich erst zu sich, und dann nach hause. Gentleman like. Keine anmache, nichts. Einfach nur freundlich, höflich, hilfsbereit. Die wirklichkeit ist manchmal schön. Doch meistens einfach nur ernüchternd.

Heute morgen in der zeitung stand auch noch was von einer messerstecherei.
Diese stadt ist gefährlich. Und dabei war es so ruhig geworden.
11.9.06 17:13
 


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