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ein perfektes Wochenende.

Freitag, halb drei morgens, wir (mein hund und ich) verlassen die wohnung meiner freundin und laufen die treppen hoch in meine eigene. Trinke noch n kaffee, dann beschließen wir uns so langsam ins bett zu packen.
Nach einer flasche wein, die ich bei meiner Freundin trank, auch schnell eingeschlafen.
Plötzliches bellen meines hundes. Ich wache auf und bin verwirrt. Sturmklingeln an der tür. Ding, ding, ding… ding ding. Immer in dem rhytmus. Ich schrecke hoch, schaue auf die uhr. 04:30 Uhr.. Grummel.
Ich tapse zur wohnungstür und drücke auf den summer. Nichts. Keiner will rein?
Trotz meiner angst schnappe ich mir meinen bademantel, packe noch schnell das pfefferspray ein, nehme meinen hund und schleiche die treppen hinunter.
Auf halber höhe höre ich es: „Hallo, Halloooho, Hallo, Halloooho“
Raffi… Natürlich. Wer sonst. Ich mache die tür auf. Das erste was er sagt „oh, hab ich dich jetzt geweckt?“ „nein, natürlich nicht“ „ich habe meinen Schlüssel verloren, und M. macht mir nicht die tür auf. Die schläft schon“
Ich nehme ihn mit nach oben und mache erstmal Kaffee. Mein hund grummelte nur noch rum. So lange hoch gewesen und dann ne anderthalb stunden später schon wieder aufstehen. Er versteht die welt nicht mehr. Raffi, total betrunken, redet wirres zeug. Gegen sechs mache ihm die Couch fertig. Gegen halb sieben will er doch noch wieder runter. Im flur höre ich ihn weiter „hallo, Halloooho“ rufen. Ich gehe wieder ins bett.
12 Stunden später. Ich klingel bei Raffi, will n Kaffee trinken. Er macht die Tür auf, und wir beide müssen lachen. Ich, weil er so richtig scheisse aussieht. Und er weil ich wohl so komisch ausgesehen habe, als ich ihm die tür öffnete. Okay. Ein verschlafenes Mädel, in schwarzem Bademantel mit roten Totenköpfen drauf, Pfefferspray in der rechten Hand, Hund an der linken. Da hätte ich wohl auch gelacht.

Samstag abend um 23:00 Uhr dann wieder runter zu den beiden. Schnell ein paar bier und ab ins Eldo. Dort noch ein paar Bier. Dann rumgeschreie. „Antifa, ich hasse euch“ schallte aus der Music-Box. Nur einer sang mit. Der flog gleich raus. Draussen dann Schlägerei. Ein offensichtlich linker, ein offensichtlich rechter und drei türken. Allgemeines Kopfgeschüttel. Dann wieder rein. Als dort schluss war nach draussen. Noch schnell meinen Freund angerufen, der zu dem Zeitpunkt auf dem Groezrock war, der aber nicht mit mir reden wollte, weil er a) zu betrunken war und b) schon geschlafen hatte. Da erst merkte ich, dass es schon hell wurde. Schnell nach hause. Hund geschnappt und mit ihm zum Strand. Dort das immer heller werden beobachtet. Immer noch mit ner Flasche Bier in der Hand. Die letzte Zigarette genossen, da schien auch schon die Sonne. Ab nach Haus. Und vor allem ab ins Bett.

17:15Uhr aufwachen. Aufstehen. Kaffee, Zigarette (brrr… das ging ja mal noch gar nicht). Wasser. Ganz viel Wasser. Und wieder Kaffee. Dann kam mein Freund. Essen bestellt, gegessen, rumgedöst. Duschen.
0:00 Uhr ins Bett.

Montag mit meinem Freund und Hund picknicken im Wald.
Dienstag in den Zoo. danach grillen.

Alles in allem ein schönes Wochenende
2.5.07 10:31


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Mädchenpogo

Oh man, wie ich das hasse. Klar kann ich die Leute verstehen, die sagen „pogo auf Konzerten ist doch scheisse, ich will die Musik geniessen“. Aber zu einem Punkkonzert gehört Pogo wie tzaziki auf den döner (und auch da scheiden sich die Geister). Das ist doch Punkrock, baby. Aber da mach ich keinen Unterschied. Bitume sind Punkrock. Und Punk und seit neuestem wohl auch ein bischen pop. Mag ich nicht, will ich nicht. Aber einige Lieder sind trotzdem toll. Zurück zum Konzert. Erster song, ab in die Menge. Halt, Doppelknoten nicht vergessen.
Feststellen, dass ein Mädel mit Flip-Flops (die eigentlich Schlack-Schlack heissen müssten) in dem Elite-Pogo-Kreis steht. Ängstlich schaut sie. Tja Pech gehabt. Natürlich wird aufgepasst. Auf sich und auf andere. Jeder hilft jedem. Selbstverstädnlich. Aber Mädels, tut mir und den Jungs den Gefallen und bleibt aussen stehen, wenn ihr das nicht abkönnt. Plötzliches rumgejaule. Ein Mädel ist umgefallen. An sich kein Problem. Aber wegen blauer Flecke weinen? „reiss dich zusammen“ zische ich. Große Augen ihrerseits. Ich bin vielleicht kein Kerl von 1,80 und breiter statur, aber ich maße mir an zu behaupten, dass ich weiß wie man pogo betreibt. Und neben einem Mädels mit Flip-Flops, vor und hinter einem kleine süße mit zwei zöpfchen und Handtaschen. Sorry, aber das ist einfach nervenaufreibend. Und noch schlimmer die dazugehörigen Freunde, die diesen Mädels vorher nicht sagen was auf sie zukommt, und sie mit ihrem armen zu beschützen versuchen. Erklär deiner Kleinen doch einfach mal, dass man sich auf Punkkonzerten nicht in die dritte Reihe stellt.
9.5.07 14:05


„Was soll ich sagen?“ „Am besten gar nichts. In solchen Situationen spricht man nicht. Ein wenig erschöpft. Ein wenig betrunken, immer noch ein Bier in der Hand. Die letzte Zigarette vorm schlafen gehen. Es wird langsam hell. Die ersten Leute fahren zur Arbeit. Einige kommen mir mit ihren Hunden entgegen. Ich liebe diese Zeit. Sie ist die beste, die schönste. Nach dem Feiern. Vor dem ins Bett gehen.
9.5.07 14:05


ein joggendes Tier wechselt zu Spiderman

Wir einheimischen haben uns dran gewöhnt. An ihn, den ca. 1,80 großen, stämmigen mann im ganzkörperhasenkostüm. Wir schütteln nicht mehr die Köpfe, wir schauen ihm nicht mehr hinterher. Er geht damit einkaufen, er fährt damit fahrrad und, was ich ganz besonders interessant finde, er geht damit joggen. Und vor einiger Zeit hat er sich mit dem Fahrrad uns angeschlossen, und ging mit uns ein paar Bier in einer Kneipe trinken. Die touristen allerdings… Ja, genau die haben ihre probleme damit. Zwei mir im gedächtnisgebliebene ereignisse der letzten zeit. Kurz vor Ostern. Ein offentsichtliches Touristenkind zu seiner Mama am Strand :“ Mama, Mama schau mal, der Osterhase“ „Mama schaut. Kind:“ Mama, warum beeilt der sich denn so?“ Gut, kurz vor Ostern kann man einem kleinen Kind wohl einen joggenden Osterhase noch erklären. Aber derzeit wohl nicht mehr. Im Wal-Mart ein Kind ganz entsetzt „Papa!, Der Osterhase kauft seiner Eier ja hier. Und das schon für nächstes Jahr. Die werden doch schlecht“ Papa wusste daraufhin nichts zu erwiedern. Kurz darauf das Kind „Papa, ich will nächstes Jahr nur noch Schokolade, keine Ostereier!“
Ob er weiss, was er damit anrichtet? Nun gut, er hat aber nicht nur ein Osterhasenkostüm, welches übers ganze Jahr getragen wird. Zu Weihnachten wechselt er zum Weihnachtsmann. Und gestern sah ich ihn vor dem Kino. „Spiderman“ fuhr es mir durch den Kopf. Selbstgenäht. Da musste ich nun doch wieder mit dem Kopf schütteln.
11.5.07 09:03


vorm Tunnel schlafen oder verkehrsfunk könnte wichtiger sein als ich dachte

Ende des Konzertes, nassgeschwitzt, glücklich, aber müde entschlossen wir noch schnell ein shirt und eine LP zu kaufen und uns dann schnellstens auf den Weg nach hause zu machen. Schließlich war es bereits 01:00 Uhr, es lagen noch mind. 2 Stunden Fahrt vor uns und ich musste nächsten Tag arbeiten. Endlich um kurz vor drei das erlösende Schild „Wesertunnel“. Gleich waren wir zu hause. Doch dann Schock. Scheisse. Gilt das Schild für heute? Wesertunnel von 22:00 Uhr bis 05:00 Uhr gesperrt. Wir fuhren erstmal hin und standen vor heruntergelassen Schranken. Mist. Fähren fuhren nicht mehr. Nun blieb uns entweder der Weg zurück nach Bremen und von dort aus dann nach Hause oder aber warten. Beides würde ca. 2 Stunden dauern. Und da M. schon fast vorm Steuer einschlief fiel die Entscheidung leicht. Schlafen wir halt 2 Stunden im Auto. M. schnarchte nach ca. 5 Minuten. Und ich? Ich war wach. Wer bitte schön musste nächsten Tag pünktlich auf der Arbeit sein? Ich. Toll. Es wurde langsam hell, die Sterne verflüchtigten sich. Endlich 5 Uhr. Aber durch den Tunnel nach Hause. Um halb sechs im bett. Um sieben wieder aufstehen. Warum passiert so was immer uns? Und ja.. ich weiß. Meine ma sagte mir das auch noch mal eindringlich. Verkehrsfunk ist wichtig.
25.5.07 09:02


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