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sternengucker...

auf grauem, kalten asphalt, mit nem dosenbier in der hand und technomusik im hintergrund.
gibt es was romantischeres? okay. für kitsch-besessene mädels mit hang zur phantasielosigkeit mit sicherheit.

aber man muss situationen einfach richtig ausleben.
und so sassen wir da. nach einigen bier in einer runde mit meinen freunden, seinen freunden und gerade kennengelernten kroaten, spaniern und italienern.
es war vielleicht 2, 3 uhr morgens als so langsam alle ins bett, genaugenommen zelt, wanderten. so blieben nur wir beide übrig. bislang aufgrund zahlreicher gesprächspartner beiderseits ausser "hast du mal feuer" kein wort miteinander geredet. im dunkeln ohnehin nichts vom anderen erkannt.
die kälte kroch so langsam an den beinen hoch, der asphalt-parkplatz, auf dem die zelte standen, bewirkte auch keine besserung. so sassen wir beide leicht zitternd nebeneinander auf dem kalten boden, bemerkten, dass wir beide n dropkick-murphys-shirt anhatten, teilten uns ne dose von dem bier, teilten uns die letzten zigaretten. redeten erst nicht viel, schauten beide zu den sternen hoch. ringsumzu standen die zelte der anderen... im hintergrund spielten komische österreicher techno-musik. um uns herum wortfetzen. spanische, italienische, deutsche, österreichische und ein paar, die nicht zugeordnet werden konnte. wie hunde blendeten wie diese geräusche aus und hatten nur noch uns beide. langsames zusammenrücken. der vorwand die kälte. der wirkliche grund wohl das kribbeln. mitten auf einem parkplatz. vor uns eine landstraße, hinter uns das festivalgelände. über uns die sterne. orion, der kleine wagen, der große wagen. ich versuchte ihm vergeblich zu erklären, dass der große wagen immer, da zirkumpolar, in nördlicher richtung zu sehen ist.
"nein, nein.. der große bär hat nen euro in den großen einkaufswagen gesteckt und ist für uns Fische Bier holen"
"ich fliege gleich mit meiner ahoi-brause-eiszeit-rakete zur milchstrasse und kaufe vanillemilch"
"bringst du mir eine mit?" tiefer blick... "wenn du willst?" noch tiefer....
sonnenstrahlen kitzelten ne ganze zeit später an der nasenspitze. liegend auf einer isomatte. aufwachen. blinzeln.
ich wusste nicht mal seinen namen.
9.9.06 17:18


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Back to wirklichkeit

Ich laufe durch die innenstadt. Es ist dunkel. Ich komme gerade aus der kneipe. Flüchtend vor einem guten freund, dessen letzte worte „wenn du mit so einem ankommst, brauchst du bei mir nicht mehr klingeln“ waren. Wenn ich mir seine über die letzten wochen verteilten bemerkungen so durch den kopf gehen lasse, blinkt immer heftiger das wort „unglücklich verliebt“ in mir auf. es besteht keine chance für uns. Das weiss ich. Nur er scheinbar nicht. das macht mich traurig. Und ratlos. Wer mir mit ratschlägen, wie ich ihm jetzt gegenüber trete, helfen möchte, ist herzlich eingeladen. Natürlich ohne die freundschaft kaputt zu machen. Das versteht sich ja hoffentlich von selber. So versuche ich die gedanken aus meinem kopf zu kriegen.
Ich träume, wie so oft von schöneren zeiten. In denen ich ausser einen eigenen weissen hai in meinem eigenen meer auch noch ganz viele pinguine habe. Mein Haus wäre ein kleines Fachwerkhaus. Weiss, mit schwarzen Balken, reetdach. Mein hund würde niemals älter. Mein Freund ist natürlich dunkelhaarig, ruhig, mit einem tollen musikgeschmack. Und wo wir schon bei musik wären: auf musiksendern würde auch wirklich musik laufen und techno wäre nie erfunden worden. Gras wäre noch wirklich grün. Es duftet nach frischem heu. Pferde zermalmen zufrieden ihr futter.
Lautes geschrei reisst mich zurück. Ich sehe gerade noch wie ein junger mann drei kickbox-artige tritte von einem deutlich jüngeren und kleineren mann ins gesicht bekommt. Ein bischen blut. Ich flüchte. Es stehen eindeutig genug leute umzu. Ich habe angst, dass sich wiedermal eine massenschlägerei draus entwickelt.
Traurig schüttele ich den kopf, versuche mir einzureden, dass dem mann, dem hier gerade eindeutig mein mitgefühl gehört, nichts passiert ist. Eine strassenecke weiter ist es plötzlich verdammt dunkel. Ich weiss, dass ich hier nicht alleine laufen sollte. Und recht haben meine freunde. Ein typ steht vor mir. Allein der umstand, dass noch mehrere gestalten unterwegs sind, gibt mir sicherheit. Er raunt mich an, ich solle aufpassen, wenn ich nachher alleine nach hause gehe, er würde mir folgen. Ein fieses grinsen.
Für heute reicht es mir und ich tue das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich klingele mit meinem handy meinen ex-freund aus dem bett. Er bringt mich erst zu sich, und dann nach hause. Gentleman like. Keine anmache, nichts. Einfach nur freundlich, höflich, hilfsbereit. Die wirklichkeit ist manchmal schön. Doch meistens einfach nur ernüchternd.

Heute morgen in der zeitung stand auch noch was von einer messerstecherei.
Diese stadt ist gefährlich. Und dabei war es so ruhig geworden.
11.9.06 17:13


back to wirklichkeit

Ich laufe durch die innenstadt. Es ist dunkel. Ich komme gerade aus der kneipe. Flüchtend vor einem guten freund, dessen letzte worte „wenn du mit so einem ankommst, brauchst du bei mir nicht mehr klingeln“ waren. Wenn ich mir seine über die letzten wochen verteilten bemerkungen so durch den kopf gehen lasse, blinkt immer heftiger das wort „unglücklich verliebt“ in mir auf. es besteht keine chance für uns. Das weiss ich. Nur er scheinbar nicht. das macht mich traurig. Und ratlos. Wer mir mit ratschlägen, wie ich ihm jetzt gegenüber trete, helfen möchte, ist herzlich eingeladen. Natürlich ohne die freundschaft kaputt zu machen. Das versteht sich ja hoffentlich von selber. So versuche ich die gedanken aus meinem kopf zu kriegen.
Ich träume, wie so oft von schöneren zeiten. In denen ich ausser einen eigenen weissen hai in meinem eigenen meer auch noch ganz viele pinguine habe. Mein Haus wäre ein kleines Fachwerkhaus. Weiss, mit schwarzen Balken, reetdach. Mein hund würde niemals älter. Mein Freund ist natürlich dunkelhaarig, ruhig, mit einem tollen musikgeschmack. Und wo wir schon bei musik wären: auf musiksendern würde auch wirklich musik laufen und techno wäre nie erfunden worden. Gras wäre noch wirklich grün. Es duftet nach frischem heu. Pferde zermalmen zufrieden ihr futter.
Lautes geschrei reisst mich zurück. Ich sehe gerade noch wie ein junger mann drei kickbox-artige tritte von einem deutlich jüngeren und kleineren mann ins gesicht bekommt. Ein bischen blut. Ich flüchte. Es stehen eindeutig genug leute umzu. Ich habe angst, dass sich wiedermal eine massenschlägerei draus entwickelt.
Traurig schüttele ich den kopf, versuche mir einzureden, dass dem mann, dem hier gerade eindeutig mein mitgefühl gehört, nichts passiert ist. Eine strassenecke weiter ist es plötzlich verdammt dunkel. Ich weiss, dass ich hier nicht alleine laufen sollte. Und recht haben meine freunde. Ein typ steht vor mir. Allein der umstand, dass noch mehrere gestalten unterwegs sind, gibt mir sicherheit. Er raunt mich an, ich solle aufpassen, wenn ich nachher alleine nach hause gehe, er würde mir folgen. Ein fieses grinsen.
Für heute reicht es mir und ich tue das, was ich nie für möglich gehalten hätte. Ich klingele mit meinem handy meinen ex-freund aus dem bett. Er bringt mich erst zu sich, und dann nach hause. Gentleman like. Keine anmache, nichts. Einfach nur freundlich, höflich, hilfsbereit. Die wirklichkeit ist manchmal schön. Doch meistens einfach nur ernüchternd.

Heute morgen in der zeitung stand auch noch was von einer messerstecherei.
Diese stadt ist gefährlich. Und dabei war es so ruhig geworden.
11.9.06 17:13


Teil 1 Festival Mailand - "Irgendwas ist ja immer"

Ich sitze im Bus. Meine beiden Freunde vorne, ich auf dem rücksitz. Der eine fährt. Recht ruhig noch. Es ist ja auch erst elf uhr morgens. Wir befinden uns auf dem Weg zum Flughafen. Ich bin von der letzten nacht immer noch betrunken. Eindeutig zuviel Astra. M. hat sich eine seiner pronobrillen aufgesetzt. Steht ihm, muss ich ja zugeben. Er hat noch vier andere mit. In einer plastikdose. Als ersatz (er befindet sich ja gerne vorne in der pit – und zwar mit sonnenbrille, vorzugsweise auch oft mit handy in der tasche – selber schuld). Rise against-shirt, schwarz. Dunkle kurze hose. Braune chucks. Und n tunnel im ohr?! Seit wann das denn? Er grinste. Und er sah gut aus. Zugegeben. Nach fünf minuten drüber nachdenken schüttelte ich mit dem kopf und schimpfte in gedanken mit mir selber. Es ist vorbei. Hallo?! Und ich habs beendet. Also bitte. Zurück zur vernunft.
Erster halt nach 500m. Tankstelle. Bier?! Bier? Bier. Muss ja. Festivalzeit und ausserdem ist es doch ganz schön, noch einmal vor abflug vernünftiges bier zu trinken.
M. setzt sich zu mir nach hinten. Wir sitzen gegenüber. Lachen viel (was ne gute voraussetzung ist, in anbetracht dessen, dass ich hier gerade mit meinem ex-freund sitze und vorhabe mit ihm nach mailand zu fliegen). Ich fand Wunderkerzen unter dem sitz und beschloss dieses mitzunehmen. Da ich an meine tasche nich rankam, begaben sich die wunderkerzen kurzerhand die tasche vom S.. Der kriegte vorne eh nicht viel mit. Musik war zu laut. Nach zwei weiteren stopps an autobahnraststätten, die alleine mir und meinen zigaretten zu verdanken sind, hält uns der dritte stopp dann endgültig auf. Bully kaputt. Ein paar km vorm flughafen in hannover. Und nu? Die gelben engel. Es wäre aber wohl besser, wenn diese wirklich fliegen könnten. Denn wir warteten und warteten. Stornierten den auftrag und nahmen uns ein taxi. Dank der wirklich rasanten fahrt der fahrerin kamen wir auch pünktlich an. Das letzte bier noch in der hand, stiessen wir erstmal darauf an, dass uns ja jetzt nichts mehr passieren könnte. Am check-in mussten wir noch beteuern, dass wir auch wirklich nicht betrunken sind: „Sie wissen aber schon, dass Sie betrunken nicht ins flugzeug steigen dürfen?!“ (musternder Blick). Ich hatte wohl den Frauen-Bonus, denn ich hatte eindeutig den meisten alkohol im blut. Aber m. und s. waren eher das angriffsziel des Herren vom bodenpersonal.
Im flugzeug ging der Stress dann los. Zittern, weinen, hände brechen. Als wir über die schweiz flogen, hatte ich mich wieder beruhigt. Vorfreude. Und wir waren uns einig, dass jetzt alles toll werden würde. „irgendwas ist ja immer“ – hat sich ja jetzt schon vor abflug bewiesen. Aber Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die regel...
14.9.06 12:32


Teil 2 Festival Mailand "Auf der bordsteinkante nachts um halb eins"

Teil 2 – Festival Mailand
„ auf der bordsteinkante nachts um halb eins“

Schlag vorm kopf. Hitze. 33 Grad, kein wind. Wir stiegen aus dem flugzeug. Die frisur sitzt. Die von M. und S. zumindest. Ich hatte meine mütze auf. die wunderkerzen, die ich im rucksack von S. versteckte, wurden auch gleich gefunden. Nicht von ihm. Sondern von der Kontrolle. Brandbeschleuniger. Wir mussten alle antreten und uns aufklären lassen. Wir drei kleine grundschüler standen wir in einer reihe. „ab in die ecke und schämt euch“ fehlte eigentlich nur noch.
Die deutschen sind Gewohnheitstiere. Gerade deshalb stiegen wir wie im letzten jahr in die gleichen busse. Uns war wohl bewusst, dass wir dadurch wieder touren doppelt machten. Aber die faulheit siegte. Neue buslinien ausfindig zu machen war uns eindeutig zu anstrengend. Ein mc donalds-essen (italien, wer isst denn da auch nudeln oder pizza?!) und 3 stunden später ankunft flughafen linate. Die geistesblitze, dass wir den flughafen ja letztes mal im rücken vom festival hatten, hätten wir lieber ausblenden sollen. Das resultat daraus war nämlich, dass wir anfingen die strecke zum idro scalo laufen zu wollen. 4 kilometer später erste versuche uns zu verständigen. Klappte. Nur leider ging die meinung der italiener in richtung, wir müssen zum flughafen linate und von dort aus den linienbus nehmen. Achso. 4 km wieder zurück. Aber das ist ja das abenteuer was wir wollten. Haha.
Endlich am Park angekommen wunderten wir uns doch über die ruhe der italiener. Die erste bühne stand. Die zweite noch nicht. es sind ja auch nur noch anderthalb tage. Nur drei einsame gestalten liefen übers gelände und telefonierten hier und da. Die werden schon wissen was sie tun. Erstmal schwimmen gehen. Dann gepäck in ein paar büsche befördert. Gedanken darüber, wo wir schlafen würden, machten wir uns nicht. es war schon 23:00 uhr und die kneipen die wir hofften in 3,4 km zu finden waren wichtiger.
Mulmig wurde mir in der unterführung. Draussen dunkel. Die unterführung erleuchtet. Ich fühlte mich in irreversible versetzt. Genauso. Und nicht anders sah diese unterführung aus.
M. schaute mich an. Schien das gleiche zu denken und sagte nur „mädel, weiter, nicht nachdenken“ Alles klar, danke schön.
Erste station. „we want beer“ unser englisch nicht toll. Deren englisch katastrophal. Bier bekamen wir trotzdem. Wir sassen gemütlich im vorraum der kneipe. Licht geht aus. Wir schauten uns an. Ein mann ging an uns vorbei und schloss ein rolltor. Ähm.. hallo? Nicht nur irreversible sondern irgendwie auch hostel-mässig. Wir kletterten übers rolltor und traten die flucht an. Nächste kneipe, nächstes bier. Erster versuch eine toilette zu benutzen. Sie erklärte mir wild gestikulieren, dass eben jene im garten sei. Ich suchte und wurde auch fündig. Im stockdunkeln, zwischen büschen und neben einer alten garage. Mulmiges gefühl. Aber ich überlebte den angriff der killerspinnen und wich den von mir hinter den bäumen vermuteten wilden männern aus.
Nächste station war ein trailer-park. Bereits 10 m davor stank es nach pisse. Ein großes gelbes dreieck-schild mit einem schwarzen ausrufezeichen warnte uns. Ignoriert und rein. Kurz vor ende wurden unsere schritte schneller. Wild schimpfend ein paar jugendliche. 5 männer gegen zwei. Ich zählte als frau ja eh nicht so wirklich.
Nächste kneipe. Bier. Und sambuca. Für 2,40. oha. Egal. n kurzer muss sein. Dass dort kaffebohnen reingehören, konnten wir auch noch erklären. Bekamen wir auch. Wir waren irgendwie die stars dort. Von leuten umringt bekamen wir unseren sambuca. Ein cola-glas voll für jeden. Ich schluckte. Erst trocken, dann den sambuca. Dann war bei mir ende. Lichter gingen aus. Zumindest glaubte ich das. Ich kotzte zwischen zwei parkende autos. Stolz bin ich nicht darauf. Aber was raus muss, muss raus. dann sass ich auf der bordsteinkante. nachts um halb eins. und wartete. darauf, dass m mich an die hand nahm und wir losgingen. Vom weg nach hause (vor allem, nach hause...) weiß ich nichts mehr. Vorm tor des jetzt abgeschlossenen parks kam meine erinnerung wieder und ratlosigkeit machte sich breit. Auf der strasse schlafen. Nützt ja nichts. Isomatten ausgerollt, schlafsack ausgepackt und gute nacht.
14.9.06 12:36


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