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sehnsucht, städte, schwäne

erst oldenburg, dann hamburg, dann die welt.
genauso siehts aus. alle ziehen weg. nach oldenburg, nach hamburg und dann sonst wo hin.
studium, job, freundin. nur ich bleibe hier. sitze immer noch hier.
im selben licht, in der gleichen straße, im gleichen haus. fahre jeden morgen den gleichen weg zur arbeit. nein, halt, manchmal gibt es einen hauch von revolution. in dem ich den anderen weg nehme. und dabei versuche, die gleiche fahrzeit zu erreichen.
ich entscheide mich immer erst an der t-kreuzung. heute links, oder heute rechts? manchmal entscheide ich mich für links und nach 100 m fällt mir siedenheiss ein, dass ich noch tanken muss. und wenn ich linksseitig die stadt umrunde, komme ich an keiner tankstelle vorbei. also: anhalten, umdrehen. doch rechts rum. somit ist meine zeit im arsch und ich komme definitiv zu spät.
jeden morgen spiele ich mit dem selben risiko. immer erst 12 minuten vor 9 losfahren. 12 minuten brauch ich auch meist. muss aber immer irgendwo 2 minuten rausholen. denn parken und zur arbeit laufen muss ich ja auch. meistens komm ich pünktlich.
aber zurück zum umziehen.
ich will hier raus. nach hamburg. ja. nicht zum ersten mal erwähnt. und jedes mal wenn ich in hamburg unterwegs bin, auf nem konzert, bei freunden oder einfach über die reeperbahn schlender, und jedes mal wenn ich an der kölbrandbrücke vorbeifahre, spüre ich diese sehnsucht, die sehnsucht nach eben dieser stadt. nicht direkt in die stadt. ein bischen ausserhalb. natürlich. in einer schönen kleinen wohnung. im stadtrandgebiet. in der nähe vom wasser. ja, natürlich, meldet sich dann die vernunft. wie willst denn das bezahlen. ach, das wird schon. irgendwie. manchmal bleibe ich rechts am fahrbahnrand stehen und schaue auf die lichter der stadt.
und manchmal stehe ich hier in meiner heimatstadt auf dem deich. es ist dunkel. ich schaue aufs wasser, sehe die grünen und roten leuchten der bojen. ich sehe den leuchtturm. sehe die hafenkulisse am anderen ufer, genieße die ruhe, rauche eine zigarette. und dann weiß ich doch, warum ich hier nicht weg kann. ich würde diesen anblick vermissen. diese ruhe auf dem deich. die unendlichen weiden hinter mir, das wasser vor mir. die fähre, die immer auf und ab fährt, erinnert mich daran, dass ich schon wieder ne stunde hier sitze. auf dem kalten boden. mein hund stupst mich an. er will nach hause, langweilt sich. sieht aber zufrieden aus.
er weiß scheinbar auch, was er hier hat.
turbostaat haben es schon richtig beschrieben: „ein schauplatz deiner Jugend war er nie, gehasst wurd er schon immer. doch wir sind hier zu hause, weil wir schwäne waren.“.
immer noch hafenstadt, immer noch kleine orte, mit reetdachhäusern, immer noch unendliche wiesen mit bauernhöfen. und immer wieder dieser geruch, wenn wir nordwest-wind haben. es riecht dann nach meer, nach salz. man schmeckt die luft. die haut schmeckt nach salz. und die haare durch den wind verweht.
ich werde wohl doch hier bleiben. denn ich liebe diese kälte der norddeutschen menschen, ich liebe es, wenn eben jene kälte warm zu werden scheint. ich liebe den wind und die wellen.
das kaltschnäuzige moin, welches fremde dazu bringt, zu abendzeiten noch guten morgen zu antworten.
und auch wenn’s oft nervt, mag ich sogar dieses dorfgetratsche. man kennt sich halt.
eine große stadt wär wohl auf dauer nichts für mich.
und trotzdem immer wieder der gedanke „ich will nach hamburg“
aber ich bin noch immer ein kleines mädchen, welches wohl in einer großen stadt verloren wirken würde.
ich bleibe kind und bleibe hier.
weil wir schwäne waren. genau.
1.3.06 12:13


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Ein einziges gespräch kann soviel bewirken.
Zu soviel anchdenklichkeit anregen und zu einem emoabend verhelfen.
Gestern abend auf der arbeit. Ein gespräch mit meinem chef. Es ging um verfehlte programierung. Er hatte wirklich schlechte lauen. Es war mittlerweile wieder mal halb acht (die tage davor mit den meetings sogar 23:30). er fragte plötzlich nach einigen sätzen „wie geht’s Ihnen eigentlich im moment?“ meine antwort (wie eignetlich immer „gut“ „hm... Sie rauchen wieder soviel“ „ja“ „und Sie sehen müde aus“ das brachte mich zum reden. Den wenigen schlaf, den ich bekomme, dass ich derzeit erst wieder morgens um 5 frühestens im bett liege. Der stress auf der arbeit. Irgendwann fragte er, wie ich das eigentlich mache. Ich wusste nicht worauf er hinaus wollte. Er bemerkte das große fragezeichen auf meiner stirn und meinte „Sie verletzen sich wieder soviel, glauben Sie ich sehe das nicht?“ „Und dann reden Sie immer so objektiv darüber“ „so als wäre das alles gar nicht so schlimm“ „Sie tun so, als hätten Sie gerade nur n schnupfen“
hm. was soll ich denn sagen. Soll ich im gespräch mit meinen chef einfach anfangen zu weinen? Nein, das tu ich lieber zu hause allein. Nein, es geht mir gerade nicht gut. Aber ein lächeln aufzusetzen ist soviel einfacher als die tränen rauszulassen.
Ich sollte mich bei einigen melden. Und ich mache es einfach nicht. Einfach weil mir die worte fehlen. An diese personen an diesem punkt mal eine entschuldigung. Es geht im moment nicht.
Und jetzt sitze ich wieder hier. Die erlösung so klar im blick. Nur ein einziger tropfen blut würde schon helfen. Wobei, nein. Wahrscheinlich nicht. Es müssten schon mehrere sein. Ich hasse mein bett. Werde wieder auf der couch schlafen. Ich sitze hier und fange an mich mit rotwein irgendwie zu betäuben. Den klaren blick zu verlieren. Und das erlösende ist trotzdem so nah.
18.3.06 23:26


ein tag...

... an dem man nicht hätte aufstehen sollen.
zu erst einmal folgende informationen an alle, die in irgendeiner art und weise die nächsten 4 - 5 tage mit mir in kontakt treten wollen. es sei deutlich darauf hingewiesen, dass ich mich derzeit in der allmonatigen problemphase der frau befinde und aus diesem jawohl ersichtlichen grund derzeit nicht in der lage bin vernünftige diskussionen zu führen. ebenso rate ich von kritik an meiner person dringenst ab. komplimente und streicheleinheiten sind aber ausdrücklich erwünscht.
danke.

meiner äusserst schlechten laune und der leichten angreifbarkeit keine beachtung schenkend, verlor mein auto gestern seinen heissgeliebten auspuff.

desweiteren teilte eine nachrichtensendung mir heute mit, dass ab dem 01. april bei der tüv-untersuchung auch elektronik getestet wird.
bisher war ich noch stolz auf meinen 91er golf II, der als eine der wenigen über ABS verfügt. Dieses tolle Blockier-system funktioniert aber leider nur noch sporadisch. damit würde ich wohl durchfallen. das bedeutet, dass ich nächste woche schon zum tüv muss.
durch die anfallenden kosten des neuen auspuffes und die zu erwartenden schmiergelder um durch den tüv und die asu zu kommen, habe ich jetzt gar kein geld mehr. ich konnte mir heute nicht einmal mehr ein brötchen kaufen. denn dieses musste den zigaretten zu liebe leider beim hersteller bleiben. scheiss sucht. ich habe hunger. die letzte banane und der letzte joghurt ist jetzt alle. morgen werde ich nur von luft leben. denn die liebe lässt sich auch nicht blicken.

Ich werde jetzt eine zigarette geniessen. mich eingemümmelt in meinem kapuzenpulli von DER BAND Bitume zusammen mit ner wärmflasche und nem tee ins bett kuscheln und rumschmollen. und wenn die hormone auch noch ein bischen mehr verrückt spielen, bleibt es nicht nur beim selbstmitleid. es werden wohl tränen fliessen. jawohl.

Dazu passend songs von tagtraum.
21.3.06 21:52


und jetzt dreht sich alles

"ich hab sie verlassen"
"warum?"
"ohne sex und so kann ich nicht. sie konnte nicht. ist angeblich früher mal vergewaltigt worden und nun will sie nicht"

sie waren drei wochen zusammen. das vertrauen ihrerseits hat sich dann wohl nicht ausgezahlt. ich fing an mit ihm zu diskutieren. steigerte mich immer mehr rein. stehe jetzt zwischen verständnis für ihn. männer rbauchen halt sex oder nicht? und zwischen verachtung. ich kanns verstehen, wenn er da nicht mit umgehen kann. ich kann aber diese kälte nicht nachvollziehen.
meine menschenkenntnis hat mich da wohl mal wieder betrogen.
vertrau niemandem mehr, sagen mir meine gedanken jetzt. er war auch immer so einer. einer, dem man vertrauen könnte dachte ich.
während der diskussion fing ich irgendwann an auszuticken. schrie ihn an, beschimpfte ihn. ich weinte und ging. von wegen triggerfest. so kann man sich irren.

jetzt dreht sich alles im kreis. ich laufe wie durch einen nebel. ich nehme nichts mehr wirklich wahr. ich schwanke hin und her.
der nebel der vergangenheit. er hatte sich mal aufgelöst und jetzt ist er wieder da. lichtquellen, die in dieser unklarheit situationen beleuchten.
ich sehe kaum etwas, verletzt laufe ich weiter. ziehe rote spuren hinterher, die aber genauso schnell nicht mehr zu sehen sind. narben bleiben.
gedanken an den tod. den eigenen und dem seinen. die vorstellungskraft unglaublich. angst davor eine (selbst-)mörderin zu werden. angst vor verurteilung. schwanken zwischen hass und selbsthass.

die letzte nacht einige male den gleichen traum. ein kartenspiel.
herz und kreuz wurden mit blut gemalt. ich verlor. jedes mal. und immer wieder war ich von oben bis unten mit blut beschmiert.
er war der gegner und sagte, ausser immer wieder "russisch roulette" gar nichts. ich weinte rote tränen als e sagte "das ende ist nah und du wirst dann wieder ganz mir gehören" knallte es. ob ich ihn oder mich erschossen habe weiß ich nicht. denn jedes mal da wache ich auf.
25.3.06 11:28


sorry...

und das mehrfach.
denn du hast gesagt, ich solle mal drüber nachdenken.
du hast gesagt, dieser selbt zelebrierte selbstzerstörungstrip kanns nicht sein.
du hast gesagt, ich flüchte.
und du hast recht. ja verdammt. das hast du.
und ich hab drüber nachgedacht.
und ich habs versucht, aber es mag mir gerade nicht gelingen.
also noch mehr emo-geheule.
aber ich kriegs schon hin irgendwie.
und naja, ich meld mich kaum noch. ich weiß. tut mir leid.
und ich hoffe, ich tue dir damit nicht weh.
30.3.06 21:25


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