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die letzten tage des jahres, die ersten des neues...

... kann man kurz zusammenfassen.
erstmal die positiven
ich hab ein wenig geld f?r mein pferd zusammen bekommen.
ich hab mich mit meinem besten freund ausgesprochen

die negativen
- oma gestorben
- opa ins krankenhaus
- bekannter gestorben und keiner kann informationen besorgen woran
- weihnachten allein zu haus
- auto kaputt
- 29. auf dem konzert h?rsturz
- silvester allein zu haus
- 01.01.2006 einweisung ins krankenhaus
- 03.01.2006 entlassung
informationen am heutigen tag
- opa hat lungenkrebs (dem verhassten opa gehts immer noch gut. wie ungerrecht ist das leben eigentlich?!)
- am 01.01.2006 ist kumpel an krebs gestorben
- ein anderer kumpel hat vor ein paar tagen bei nem arbeitsunfall sein auge verloren
- cousine ist wieder mit gewaltt?tigem freund abgehauen. er hat sie schon mal krankenhausreif geschlagen. seit kurzen ist er aus dem knast raus und nun hat sie sich seit tagen nicht gemeldet. vermisst also.
dazwischen immer wieder tage voller blut. ich schaff es im moment einfach nicht davon wegzukommen. der drang ist zu gro?. aber ich rede. und das ist vielleicht schon mal ganz gut so. ich erz?hle wenn mir danach zu mute ist, dass ichs grad getan hab. vielleicht wirklich gut. hoff ich mal.

mehr f?llt mir grad nicht ein. reicht auch. ich soll ja stress vermeiden.
genug des versinken in selbstmitleid. oder doch nicht? also was mach ich nun?!
1. spaziergang mit hund
2. kaufen von pizza und schokolade
3. vorbeireiten einer wasserpfeife
4. einkuscheln bei mama und papa auf dem sofa
5. dann eben doch im selbstmitleid suhlen. kann auch mal ganz sch?n sein. hmpf.
3.1.06 17:18


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ach ja...

nat?rlich weiterhin mit dem buch ausschuss von jan off. der es mal wieder sehr gut versteht, menschen in ihren geschichten zu begleiten. mal als ich-erz?hlung. mal auch so. und zwar den abschaum der menschen. oder zumindest werden sie von dem guten teil der gesellschaft. bzw. der gesellschaft (denn es z?hlen ja nicht alle dazu, die meisten stehen ja eher am rand dieser selbst ernannten gesellschaft) in diesem buch
der beinamputierte drogendealer auf einem skateboard
das m?del mit einer alkoholkranken familie mit hang zu aggressiven m?nnern
der student in einer neuen stadt auf der suche nach drogen.
und alle immer mehr dem abgrund entgegen. erst getrennt, doch irgendwie gemeinsam.
passt grad zu mir und macht spa?. ehrlich. so krank das klingt. aber anderen menschen beim abstieg zuzusehen, erhebt einen dochs elber wieder. arrogant? schadenfreude? ja, vielleicht ein bischen.
3.1.06 17:26


Oma Hans, 29.12.2005 Schlachthof Bremen

tja. da ist es mal wieder soweit. jens rachut löst mal wieder eine band auf. das dieses mal unter dem namen oma hans gestartete projekt geht gen ende zu. wobei. projekt kann man das eigentlich nicht nennen. mit "angeschissen" (ja, für kreative namen wurde jens dann auch bekannt) begann das ganze. anfang der 90er gründete er "Blumen am Arsch der Hölle". irgendwann wurde daraus mal dackelblut. aber scheinbar reichte das alles noch nicht. die nächste band von ihm hieß kommando sonne-nmilch.
mit der band oma hans gibt es mittlerweile 3 veröffentlichungen. bis vor kurzem alle auf vinyl. jap. und nur auf vinyl. zitat "wer diese platten nicht besitzt, hat entweder keine ahnung oder keinen plattenspieler". nach diesen veröffentlichungen dann auch wieder ein ende. ein ende mit einem neuanfang? vielleicht eine neue band.
na gut. sei es ihm überlassen. meiner meinung nach sollte aber bei oma hans geblieben werden.
also auf zum konzert.
mal wieder auf gut glück nach bremen. denn ich hatte keine karte. wie so häufig bei diesen konzerten in der eldoradobar beim gespräch mit nem kumpel zwischen drei bier und 2 zigaretten davon erfahren "hey antje, oma hans spielen in bremen" "wann, wo?" "schlachthof ende dezember, bist dabei" "ja, klar." in meinem kopf sausten gedanken um dackelblut und vor allem um turbostaat.
und somit dann mal wieder ohne planung einfach los. durch scheinbar endlosem schneematsch, einigen ausrutschern, weil es doch schweineglatt war, dann endlich am schlachthof in bremen angekommen.
9 Euro eintritt. 9 euro was?! was war hier los von wegen "kommerz ist scheisse" und "man spielt doch nur für bier". tja. na gut. wat solls. duesenjaeger hieß die vorband. als erstes aber mal ein tourposter mitgehen lassen. dann rein. in den magazinkeller. ein kleines kellergewölbe. ziemlich tief hängende decke. kaum platz. schien mir doch nach ausverkauft.
duesenjaeger spielte schon. keine ahnung woher sie kommen und wohin sie gehen, aber es war nicht schlecht.
dann oma hans. am anfang doch sehr ruhig das publikum. als schienen sie auf den nicht kommenden startschuss zu warten. der kam dann mittendrin im zweiten lied, völlig unverhofft und die menge explodierte geradezu.
das ist punk. jap. kein punk wie man ihn aus dem fernsehen kennt - schön geschliffen und weichgespült. ehrliche texte gibt es hier. eine verdammt krasse stimme, und einfach nur kraft aus den instrumenten. mitsingen klar. oder nein, eher mitschreien. die beste art um aggressivität rauszulassen. gott sei dank mit keinem blick irgendwelche kleinen mädels gesehen. aber die gehören da auch nicht hin. mein gefühl sagte mir, dass sie endlos spielten. anderthalb stunden warens dann wohl. beim vorletzten lied gingen die lichter aus. im dunkeln pogen. okay. da packte ich mich natürlich erst mal schön auf die schnauze. aber das mag ich eben an jenen konzerten. auf diesen konzerten sind alles so etwas gewöhnt. es gibt hilfsbereite nette leute, die einem schnell wieder aufheben, typen, die einen auch mal festhalten. man liebt sich für einen abend. und mittendrin die texte über beziehungskriesen, den abgrund, den tod. passt.
danke oma hans für diesen auftritt. und ja, verdammt. den hörsturz den ich seit dem konzert habe, den habt ihr mitzuverantworten. aber es hat sich gelohnt.
danke. wenns am schönsten ist soll man gehen. aber überlegt es euch doch nochmal.
7.1.06 11:44


und irgendwann erwischt es jeden...

... jetzt ist mein opa also auch tot. nein, nicht ER. sondern der opa, den ich mochte, bei dem ich gerne war. eben jener, der ein bischen verr?ckt war, und den wir deswegen lieben.
er war ein sturkopf, ein spinner, seemannsgarn gabs bei ihm reichlich. und starken kaffee. aber so stark, dass man wirklich herzprobleme bekam.
und ostfriesentee noch original zubereitet. mit kluntjes und sahne.
lungenkrebs und er sah einfach keinen grund mehr zu leben, nachdem oma auch vor kurzen gestorben ist. verdenken kann man es ihm nicht.
ich bin traurig. ja. aber weinen kann ich komischerweise nicht mehr. ich site nur da und denke nach. laufe durch die nacht (allein - ich... normalerweise lauf ich nicht mal 5 meter allein durchs dunkel) und will allein sein. keine fragen mehr beantworten.
8.1.06 00:01


dein leben, mein leben, unser leben, übersleben, überleben

Menschen neben einem. und doch das gef?hl allein zu sein.
Was such ich hier? Nichts hat sich ver?ndert.
Es wird gelaufen. unerm?dlich. und trotzdem der stillstand ge?bt.
Bis zur perfektion. bis zum morgengrauen.
Der das ende bedeutet.
Momente gaukeln einem das gl?cklichsein vor.
F?hlt man sich zu sicher, f?llt man tief.
Immer ein leben an der kante. dem abgrund so nah.
Wie tief er ist? immer verschieden.
Chaos im kopf erkl?rt gar nichts.
Wer hilft einem daraus? in dieser egoistischen welt ist man meist
Auf sich gestellt. allein. vielleicht auch das beste.
Die sicherheit dass die welt sich weiterdreht gibts nicht mehr.
Gabs wohl auch nie. doch nie stotterte sie so vor sich hin.
Stehen beliben oder weitergehen.
Den horizont im blick. dahinter f?ngt das leben an.
Wie lang kann man sich selbst ertragen?
Pseudo-anarchie regiert den eigenen kopf.
Noch heute vor den fragen von vor zehn jahren.
Die antwort bleibt stumm.
Es bricht, wenn du seinen namen nennst.
Schweigen.
Es wird gesprochen, um sich selber zu beruhigen.
Es will niemand h?ren, was niemand sagt.
Es will keiner sehen, wasnirgendwo ist.
Es kann keiner versehen, was niemand f?hlt.
Mein letzter winter, denn ich werde ihm mein leben schenken.

Von vornherein verw?hlt.
10.1.06 03:30


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